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Baltschug Kempinski Moskau. Roter Platz inklusive

Kommt jemand in eine unbekannte Stadt, so wünscht er sich ein Hotel, das der neuen Umgebung entspricht, die er erobern möchte. Es soll zudem maximalen Komfort bieten, unabhängig davon, ob der Betreffende dienstlich oder privat unterwegs ist. Im sich rasend schnell verändernden elektrisierenden Moskau, einer Stadt mit einer reichen historischen Vergangenheit und einer nicht minder spannenden Gegenwart, muß der Besucher nicht lange suchen: Unserer Ansicht nach sind die Gäste des Hotels ›Baltschug Kempinski Moskau‹ ganz eindeutig dem »Genius loci« am nächsten.

Selbst für die grandiosen Moskauer Maßstäbe ist das ›Baltschug Kempinski Moskau‹ etwas Besonderes. Das 1898 errichtete Gebäude – das war zu Zeiten des letzten russischen Zaren Nikolaus’ II. – wurde einhundert Jahre später komplett rekonstruiert. Nach dreijähriger Restaurierung empfing das ›Baltschug Kempinski Moskau‹ 1992 wieder die ersten Gäste und gilt seit dieser Zeit als eines der besten Hotels der russischen Metropole. Und das nicht ohne Grund: Das Interieur der 230 Hotelzimmer, von denen dreiunddreißig als Luxusappartements auf Gäste warten, ist im Empire-Stil gehalten, doch hinter der klassischen Fassade verbirgt sich eine moderne »Füllung«: Plasmabildschirme, Satellitentelephone und andere technologische Errungenschaften der neuesten Zivilisation. Ein Blick aus dem Fenster wiederum zeigt russische Geschichte und Baukunst, ist ein Erlebnis: Das bunte Panorama des Roten Platzes mit ›Kreml‹ und ›Basilius‹-Kathedrale ist des Nachts, wenn die Lichter der Hauptstadt an der Moskwa brennen, besonders beeindruckend. Ein imposantes Stilleben aus Stein und Farben.

Sonnige Aussichten
Ein interessierter Reisender, der im ›Baltschug Kempinski Moskau‹ Quartier bezieht, wird schnell einen Sinn fürs Detail entwickeln: Die Straße Baltschug im Bezirk Samoskworetschje, in dem das Hotel liegt, ist für sich genommen schon eine Sehenswürdigkeit. Als jemand, der gerne Neues entdeckt, sollte er es sich nicht nehmen lassen, auf den Spuren der Moskauer Regenten zu wandeln, deren Wege nicht selten durch dieses Viertel nahe der Moskwa geführt haben. Vielleicht wird dann nicht nur seine Seele erwärmt: Russische Meteorologen bezeichnen den Platz, an dem sich das Hotel befindet, als den wärmsten Ort Moskaus. Sowohl im Sommer als auch im Winter, so heißt es, würden die Temperaturen hier den Moskauer Durchschnittswert um einige Grad überschreiten, was insbesondere während eines Spaziergangs in der nicht gerade von der Sonne verwöhnten russischen Hauptstadt erfreut zur Kenntnis genommen werden wird.

Vor dem Vergnügen kommt bekanntlich die Arbeit. Sollte jemand geschäftlich in Moskau zu tun haben, wird er die zentrale Lage des Hotels zu schätzen wissen. Ganz gleich, wohin er fahren, wohin er gehen will: Alles ist nur einen Steinwurf entfernt. Falls größere Entfernungen überbrückt werden sollen, ist der Fuhrpark des Hotels für den Gast da, so beispielsweise in Form einer Limousine vom Typ ›BMW 730 Li‹, die hier zu mieten ist. Ein Tipp: Sollte der Interessierte vier Stunden Zeit oder mehr erübrigen können, steht ihm ebendieses Gefährt auch für eine Exkursion entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zur Verfügung, selbstverständlich – auf Empfehlung des Hotels – begleitet von einem professionellen Stadtführer.

Ein Genußangebot der besonderen Art
Auch die Liebhaber gepflegter Gastronomie kommen im ›Baltschug Kempinski Moskau‹ voll auf ihre Kosten, ist doch der Hotelführung die großzügige Moskauer Gastfreundschaft, welche auf einer langen und bemerkenswerten Tradition beruht, weit mehr als ein notwendiges Anliegen, ja, hierauf legt sie besonderes Augenmerk. So ist das Restaurant ›Baltschug‹ berühmt für seine üppigen russischen Tafeln und die gleichnamige Bar für ihre riesige Auswahl an speziellen Cocktails »à la russe«. Bleibt noch das ›Café Kranzler‹, das eine Brücke schlägt zwischen Rußland und Deutschland bzw. zwischen Moskau und Berlin, denn es ist dem längst zur Institution in der Stadt an der Spree gewordenen Kaffeehaus nicht nur nachempfunden, sondern wird diesem Ruf auch gerecht. Wer einmal hier sein Frühstück eingenommen hat oder sich am Nachmittag von den »Abteilungen« Confiserie und Patisserie hat verwöhnen lassen, der denkt nicht nur einmal an diese genußreichen Erlebnisse zurück.

Darüber hinaus finden nahezu jeden Monat gastronomische Festivals und Meisterklassen in der Nobelherberge statt. Eines der letzten wurde von den Stars der gallischen Gastronomie, den ›Michelin‹-Laureaten Georges Blanc, Paul Bocuse und Pierre Troigros, mit drei Sternen gekrönt.

Doch am besten überzeugt sich der Besucher selbst vom Flair und den Angeboten des ›Baltschug Kempinski Moskau‹, das für seine Gäste ständig neue angenehme Überraschungen und Highlights bereithält, um ihren Aufenthalt im Hotel zu einem wirklichen Erlebnis zu machen. Ein Grund mehr, sich freizunehmen und Moskau zu besuchen: Als Gast eines Hotels der internationalen Spitzenklasse wird jeder Besucher in vollem Maße den »Genius« der russischen Hauptstadt verspüren.

Zum Schluß noch ein kleiner Wermutstropfen: Der Humidor in der Bar ist zwar ausreichend bestückt, doch ein wenig mehr Üppigkeit würde ihm bestimmt guttun. Aber was nicht ist, kann ja noch werden …

Von Dieter H. Wirtz
 
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