home Home > Cigar Clan 6/2007 > Automobiles... aufgerollt
News Cigar Clan-Inhalt Tastings Abo Kontakt Media-Information & AGBs Where to find


 


Automobiles... aufgerollt

Russo Baltique Impresario
Kaviar auf Rädern

b
Schlagzeilen über die Rückkehr des russischen Imperiums beherrschen die westliche Presse, und die sind nicht immer unbedingt positiv. Andererseits macht der so kritisch gestimmte Westen in Rußland glänzende Geschäfte, denn die neue Oberschicht der Reußen liebt den Glanz und den Prunk. Auf Moskaus oft löchrigen, gleichwohl breiten Straßen tummeln sich Kolonnen von Nobelkarossen. ›Russo Baltique‹, die Automanufaktur des Zaren, will künftig neben den gediegenen Ansprüchen der potentiellen Kunden auch den Nationalstolz bedienen. Nachdem vor fast neunzig Jahren die Automobilproduktion des Wagenbauers eingestellt worden ist, zeigt die wiederauferstandene Marke eine Studie, die in Formen und Materialien an die Luxuskarossen der Zwanziger und Dreißiger erinnern soll.
Gegründet 1907 als Sparte des damals größten russischen Industriekomplexes, präsentierte ›Russo Baltique‹ zwei Jahre später ein sportlich konstruiertes und edel ausgestattetes zweisitziges Cabriolet. International machte die Marke 1910 auf sich aufmerksam, als ihr Chefingenieur André Nagel in souveräner Manier am Rennen Sankt Petersburg–Berlin–Prag–Rom–Neapel und retour teilnahm – und ein Jahr darauf mit seinem Beifahrer Vadim Michailov bei der berühmten ›Rallye Monte Carlo‹ sowohl die Langstreckenprüfung als auch die Ausdauerwertung gewann. Als neuer Hoflieferant des Zaren trug die Nobelkarosse fortan den Doppeladler des Autokraten.
Mit dem jetzt vorgestellten klassisch anmutenden Coupé möchte die Firma um Ivan Shiskin an diese Tradition anknüpfen. Was macht es da aus, daß der Motor vom ›Maybach‹ stammt (ein Zwölfzylinder-Biturbo mit 555 PS), der das knapp zwei Tonnen schwere und 5,50 Meter lange Gefährt auf immerhin 314 km/h Spitzengeschwindigkeit treiben soll? Davon sollen die Passagiere im Inneren jedoch nichts mitbekommen. Versunken in einer Landschaft aus edlem Zebranoholz, hellen handgewebten Teppichen und feinem hellen Leder, bleibt die harte Welt des russischen Alltags eine vorbeirauschende Fassade. Um ihren Zobel müssen sich die Damen beim Ein- und Ausstieg keine Sorgen machen: Die beiden Türen des eigentümlich altmodisch und doch zugleich modern anmutenden ›Impresario‹ öffnen sich weit nach hinten. Ein großer Auftritt vor dem ›Bolschoi‹ ist also garantiert.
Hinsichtlich der Lieferzeiten ist dagegen ein gewisser Langmut vonnöten. Je nach Ausstattungswunsch sollen sie bis zu achtzehn Monate betragen. Doch Geduld gehört wie die Großzügigkeit zur russischen Seele. Mit 1,5 Millionen Euro kann man beides unter Beweis stellen.

BMW M3
Erbfolger

b
Schwangerschaften bieten gewöhnlich reichlich Stoff für Spekulationen, Wünsche und Prophezeiungen. Sobald der Nachwuchs im Haus ist, beäugen dann Familie, Verwandtschaft und die lieben Nachbarn das Kleine, um zu sehen, wessen Gene sich denn nun wirklich durchgesetzt haben – schließlich verpflichtet der Mythos einer ganzen Ahnenreihe.
Seit 1986, als ›BMW‹ mit dem Typ ›E30‹ ein ursprünglich für den Rennsport konzipiertes Homologationsmodell auflegte, schreibt die ›M‹-Reihe eine ununterbrochene Erfolgsgeschichte. Gespannt erwartet, erblickte jetzt die vierte Generation des ›M3‹ das Licht der Welt … und schreit sofort nach aktiver Bewegung auf den schärfsten Kurven der Republik. Bereits der erste Blick auf den jüngsten Sproß der oberbayerischen ›M‹-Familie offenbart Ungeheuerliches: Die Motorhaube hat eine völlig ungewohnte »Beule«. Gott sei Dank nichts Schlimmes, sondern nur ein sogenannter »Powerdome«, um die »Atemwege« des Kleinen freizuhalten. Darunter folgt die zweite Überraschung, denn anstelle des gewohnten Sechszylinder-Motors klopft beim Nachfolger ein Achtzylinder. Von wem er den wohl hat? Doch beim ersten Anlassen verfliegen alle Zweifel …
Was für ein strammer Kerl: 4 Liter Hubraum, 8400 Umdrehungen bei 420 PS – und das bei abgespeckten 15 Kilo gegenüber dem kleineren Aggregat. Die ersten Laufversuche bestätigen denn auch die hochgesteckten Erwartungen. Hier setzt der Erbfolger neue Maßstäbe, übertrumpft er seinen Vorgänger. Auf Lenkbefehle reagiert er, als ob das Lenkrad direkt mit dem Fahrerhirn verbunden wäre. Untersteuern kennt er nicht, und gerne nimmt er, sofern der Fahrer dies wünscht, die Kurven auch quer. Fetischisten solch geschwungener Fahrbahnen sollten unbedingt die Kunst des Zwischengasstoßes beherrschen, um vor hart angebremsten Kurven das Blockieren der Hinterräder zu verhindern. Schade, daß die hauseigene SMG-Schaltung vorerst nicht zum Einsatz kommt, doch die manuelle Sechsgang-Schaltung ist ohne Makel.
Im Innenraum ist alles auf Sport getrimmt: Armaturen, Lenkrad und selbstverständlich die besten Seitenhalt bietenden Sitze. Mit 66.650 Euro fällt auch das Angebot der Münchner sportlich fair aus. Die Taufe kann also bald stattfinden. …

Jaguar XJ
Katzenwäsche und Krallenpflege
b
Katzen erfreuen sich hoher Sympathiewerte. Sie gelten als elegant, interessant und schön. Aber desgleichen als eigenwillig. All dies trifft auch auf die feinen Karossen der Marke ›Jaguar‹ zu. Niemand vermag zu begründen, warum in der Oberklasse der ›XJ‹ dennoch so schwer an den Mann bzw. die Frau zu bringen ist. Anscheinend befindet sich der Individualist auf dem Rückzug in eine konformistische Gesellschaft. Schade, denn das Top-Modell der Engländer erfüllt mit Understatement (fast) alle Wünsche nach Luxus und Sportlichkeit.
Kein Wunder, daß die Modellpflege in der oberen Etage dezent ausfällt. Dem »Maßanzug« wurden einige Falten ausgebügelt und mit wuchtigeren Polstern in Form von modifizierten Stoßfängern ein sportlicheres Image verpaßt. Vor allem die Frontpartie profitiert durch den Maschengittereinsatz, neu gestaltete Nebelleuchten und drei Lufteinlässe von den Änderungen. Trotz des zusätzlichen Einsatzes von Chrom bleibt der ›Jaguar XJ‹ englisch gediegen. Fondpassagiere besetzen mit den neu geformten Rücksitzen und mehr Bewegungsfreiheit endlich den ihnen gebührenden Platz im Oberhaus. Zu den Highlights zählt der Einzug moderner Kommunikationstechnik. So ermöglicht eine Bluetooth-Schnittstelle den Betrieb von bis zu fünf Mobiltelephonen, und ein 7-Zoll-Touchscreen-Monitor garantiert vergnügliche Heimkino-Stunden.
Für die sportlich lässige Gangart sorgt die bekannte Motorenpalette vom 3-Liter-V6-Otto-Motor mit 238 PS über den 3,5-Liter-Benziner und den 4,2-Liter-Achtzylinder bis hin zum feinen, 207 PS starken 2,7-Liter-Selbstzünder. Der vom französischen Hersteller ›Peugeot‹ (!) stammende Diesel-Sechszylinder gibt sich wohlerzogen und sparsam. Nach wie vor regelt eine Sechsgang-Automatik die Schrittfolge.
Bekanntlich besitzen Katzen sieben Leben, und so bleibt zu hoffen, daß sie uns in Zukunft öfter begegnen. Die Kosten der Raubtierhaltung sollten potentielle Liebhaber nicht abschrecken: Für 69.900 Euro rollt der Diesel los, bei 70.600 Euro startet der Benziner, und der ›XJR‹ schnurrt ab 96.000 Euro.

Faralli & Mazzanti Antas
Schlechte Zeiten, gute Zeiten

b
Für gutbetuchte, aber weniger gut informierte Individualisten wird der Kauf einer ausgefallenen Luxuskarosse immer problematischer.
Schließlich steht vor der Nachbargarage des Hausjuweliers bereits der neueste ›Bentley‹ oder der aktuellste ›Ferrari‹. Selbst ein ›Koenigsegg‹ oder ein ›Saleen‹ ist keine Rarität mehr. Was tun, um das Ego zu befrieden und den Neid der »Herde« zu füttern? Zum Glück greifen kleine Firmen den Gedanken der Exklusivität auf und kreieren ausgefallene Exoten mit hervorstechender Optik und wahnwitzigen Leistungsparametern.
›Faralli & Mazzanti‹, in der Szene sehr bekannte und begehrte Restauratoren für in die Jahre gekommene Nobel-Oldtimer, wagen sich jetzt
ins Neuwagengeschäft und interpretieren klassisches Automobildesign auf spektakuläre Weise.
Weit ausgestellte, schwungvolle Kotflügel und ein sanft abfließendes Heck mit geteilter Scheibe lassen wehmütige Erinnerungen an den ›Talbot Lago‹ der zurückliegenden dreißiger Jahre aufkommen. Ebenso die markante »Flosse«, die den breiten Rücken des Sportwagens teilt. Seine Silhouette gleicht einem Adlerschnabel – und hat zugleich die Namenswahl des Ausnahmefahrzeugs inspiriert, dessen Bezeichnung sich vom etruskischen »Antas« (für »Adler«) ableitet.
Drei Motorvarianten erfüllen jeden Wunsch nach purer Kraft. Aus dem ›Maserati‹-Regal stammt der durchzugstarke 4,8-Liter-V8 im perfekten Retrolook gänzlich unverkleideter Technik inklusive polierter Ansaugstutzen. Angefacht von acht Vergasern, liefert der Achtzylinder unnostalgische 310 PS. Ein Zehnzylinder aus dem ›BMW M6‹ oder ein Zwölfzylinder aus dem ›Ferrari 599‹ sind ebenfalls möglich; sie treiben die maximale Ausbeute auf bis zu 620 Pferdestärken und stemmen brutale 608 Newtonmeter. Bei mindestens 270 km/h Höchstgeschwindigkeit bleibt den übrigen Pistenbenutzern leider keine Zeit zum Bestaunen, bei mehr als 300 km/h nur Kopfzerbrechen ob der Frage, von wem man gerade überholt worden ist.
Im Innenraum setzen die italienischen Design-Ingenieure die klassische Linie mit Liebe zum Detail fort. Schaltkulisse, Armaturenbrett, selbst die Türverkleidungen des 2+2-Sitzers verströmen das Ambiente historischer Sportwagen. Zeitgemäß dagegen überträgt ein Farbmonitor über der Mittelkonsole die Welt aus der Überholperspektive. Belederte Schalensitze vervollständigen den sportlich-puristischen Auftritt.
Wer den Adler fliegen lassen möchte, sollte neben der Kunst des Landens auch die des Verhandelns beherrschen, denn einen Preis nennen die Herren mit dem klangvollen Namen nicht.

Bristol Fighter T
Windhund mit Biß

b
Hundezucht gehört zu England wie Kricket und Pubs. Unzählige Rassen verdanken ihren Ursprung dieser typischen Inseltradition. Zu den größten Leidenschaften der eigenwilligen Randeuropäer zählt zudem das Windhundrennen, bei dem unzählige kleine Leute Haus und Hof verwetten. So mancher Sportwagenenthusiast hätte dies auch getan, wenn er mit seinem Tip für die Zukunft der berühmten Manufaktur ›Bristol‹ güldene Zeiten vorhergesagt hätte. Heruntergekommen wie die britische Staatsbahn, lebte die Firma nur noch vom Mythos längst vergangener Zeiten. Doch nun kehrt der Glanz in die Augen der treuen Fans dieser Marke zurück …
Stolze 1012 PS sollen nicht nur die sportliche Benchmark im heiß umkämpften Marktsegment setzen – ›Bristols‹ Überleben hängt auch vom kommerziellen Erfolg des neuen Modells ab. So wie sich Engländer noch nie in einer Schlacht ergeben haben, so haben die Handwerker der kleinen Traditionsschmiede alles darangesetzt, um Rasse und Stil ohne Kompromisse zusammenzuführen. Als Quelle der reinen Kraft schlägt ein 8-Liter-Hubraum-Aggregat unter der Alu-Karbon-Haube; zwei Turbolader greifen mit Nachdruck in die Zylinderfüllung ein und lassen die unglaublichen 1012 PS von der Leine; mit dem Druck von 1400 Newtonmeter fliegen die Grasbüschel von der Rennbahn; und das Zielband nähert sich bei 435 km/h möglicher Spitzengeschwindigkeit. Doch Briten sind fair. Sie lieben den Fight, nicht die Pose, und deshalb zügeln sie den Windhund auf 360 km/h, nachdem ihn die Sechsgang-Schaltung im Zwischenspurt in 3,5 Sekunden leichtfüßig über die 100-km/h-Grenze geführt hat.
Höchstnoten vergeben Wettkampfrichter für die Haltung: Versteifte Leichtbau-Gitterrohrrahmen, verstärkte Stabilisatoren, 285 x 19-Zoll-Pfoten vorn, 335 x 19 Zoll auf der Hinterhand garantieren eine phantastische Straßenlage. Von seinen Vorfahren setzt sich der leichtfüßige Raser durch einen neu gestylten Kühlergrill und durch imposante Sidepipes mit polierten Endrohren ab.
Zweifarbiges Leder und die typischen Sportwagenutensilien wie Sportlenkrad, Schalensitze und Alu-Schaltknauf schmücken den Zweisitzer mit der schnörkellosen, auf Erfolg getrimmten Linienführung. Sollte allerdings die Ladedruckanzeige in den roten Bereich drehen, könnte dies auch am Preis liegen. Dabei sind circa 523.000 Euro für dieses Auto wirklich fair kalkuliert.

Faralli & Mazzanti Antas
Rot Runner

b
Er ist leicht, blitzschnell, wendig und nicht zu fassen. Nein, die Rede ist nicht vom neuen ›Ferrari‹. Noch nicht. Auf den staubigen Farm Roads des amerikanischen Südwestens treibt ein kleiner Vogel namens »Roadrunner« seinen Schabernack mit den gelegentlich vorbeigleitenden Autofahrern. Das gleiche Spiel wird in naher Zukunft manch ein »Besetzer« der linken Autobahnspur auch hierzulande erleben. Tauchen im Rückspiegel aggressiv blitzende Lichter einer roten Flunder auf, heißt es, besser Platz zu machen für einen Sportwagen der Superlative. Wer dem neuen Leichtgewicht-›Ferrari‹ den gebührenden Respekt gezollt hat, wird mit einem Blick auf ein knackiges, den Motorblock freizügig herzeigendes Heck belohnt. Verweigerern hingegen preßt der neue Star des ›Ferrari‹-Stalls sein unbarmherziges Grollen und Fauchen in den Nacken.
Zwar ist der 4,3-Liter-Achtzylinder kein Monstermotor, aber die Ferraristi kitzelten 510 PS aus ihm heraus. Und: Laut Vorankündigung bringt der rote Renner nur 1250 Kilogramm auf die Waage. Im Vergleich: Das ›F430 Coupé‹ wiegt 200 Kilogramm mehr. Damit dürfte die Diät nicht folgenlos bleiben – schließlich sinkt das Leistungsgewicht auf respektable 2,45 kg/PS – und die Höchstgeschwindigkeit noch über den 315 km/h des Coupé liegen. Um mit 8500 Newtonmeter den Straßenbelag noch schneller zu schmelzen, fliegen die Gänge im puristischen Zweisitzer binnen 60 Millisekunden durch die serienmäßige Halbautomatik. Das ist kein Grund zur Besorgnis, denn eine verbesserte Traktionskontrolle verhindert den möglichen Abflug.
Michael Schumacher wird seinen ›Scuderia‹ nach der Enthüllung auf der Frankfurter ›IAA‹ wohl behalten dürfen. Ansonsten ist beim Kauf mediterrane Souveränität angeraten: Il conto, per favore. Quanto costa il mondo?

Mercedes C 63 AMG
Aufgedreht

b
Viele Jahre zeigten die Münchner den Stuttgartern in Sachen Sport eine lange Nase. Ob im Fußball, beim Maßkrügestemmen oder den sportlichsten Werkstunern. Mag sein, daß die Macher des neuen ›M5‹ dieses Mal die Rautenfahne zu früh schwenken. Nicht nur gewann der ›VfB‹ die Meisterschaft der letzten Saison, nein, die Schwaben haben beim neuen Sportcoupé der »kleinen« ›Mercedes‹-Luxusklasse endlich den richtigen Dreh eingebaut. Stand bislang in der Firmenphilosophie der Komfort an erster Stelle, soll mit dem ›C 63 AMG‹ dem ewigen Konkurrenten jetzt das sprichwörtliche Heck gezeigt werden.
Entgegen sonstiger Zurückhaltung verströmt der ›AMG‹ mit breiten Spoilern, zahlreichen Lüftungsöffnungen und riesigen Rädern Respekt. Während die seitlichen Schlitze in den Stoßfängern der Entlüftung der Ölkühler dienen, werden durch die restlichen Öffnungen Bremsen und Motorblock gekühlt. Lediglich das klar gezeichnete Heck entspricht der üblichen Zeichensprache der ›AMG‹-Serienmodelle.
Die technischen Daten klingen wie eine Kampfansage: 6,2 Liter Hubraum, verteilt auf acht Zylinder, müssen beatmet werden. Ein Dreh am Zündschlüssel erweckt den Motor mit laut brüllendem Sound, um dann in einen mächtig blubbernden Leerlauf zu fallen. Das erinnert mehr an einen typischen Amerikaner gleichen Kalibers denn an gewohntes Schwabendonnern. Technisch betrachtet, steckt unter der Haube mit das Feinste, was der deutsche Motorenbau zu bieten hat. Der erste in Eigenregie entwickelte Achtzylinder dreht und dreht mühelos auf über 7000 Umdrehungen, eine Marke, bei der die »Sterne« früher ins Trudeln gerieten. Bereits 2200 Umdrehungen früher liegt das famose Drehmoment von 600 Newtonmetern an. Für den Sprint auf 100 km/h garantiert Mercedes 4,5 Sekunden. Wer seinen Motor nicht »öffnen« läßt, wird bei 250 km/h rigoros ausgebremst. Es ist aber nicht nur die schiere Leistung, die begeistert, es ist ein wirklicher Genuß, Kurven rasant zu nehmen. Nie zuvor fraß sich ein ›Mercedes‹ förmlich in die Straßenwindungen, lenkte so feinfühlig und direkt, waren Korrekturen im Grenzbereich so unproblematisch: Die Siebengang-Automatik überzeugt mit perfektem Gangwechsel im Sport-Modus und gibt dabei fröhlich Zwischengas.
Ab dem kommenden Frühjahr wird es ernst mit der Attacke auf ›BMW‹. Für das Duell sind die Stuttgarter jedenfalls gut gerüstet. Wer dabei sein möchte, sollte jetzt schon gut 67.000 Euro beiseite legen.

 
Media Clan Group GmbH | Cigar Clan | Knesebeckstraße 50 | 10719 Berlin
Tel.: +49 (30) 886 75 585 | Fax: +49 (30) 886 75 586 | Email: info@cigarclan.de