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Brandy de Jerez meets Cigar

›Brandy de Jerez‹ – beim Gedanken an diesen edlen Tropfen aus dem südlichen Andalusien wird der Speichelfluß so manchen Connaisseurs augenblicklich angeregt. ›Brandy de Jerez‹ – das ist die Quintessenz sehr guter Grundweine, sorgsamer Destillation, traditioneller Reifeverfahren und strenger Kontrollen. Und dennoch gleicht keine der großen bekannten Marken der anderen.
Basis für ›Brandy de Jerez‹ sind sorgfältig ausgewählte trockene und gehaltvolle Weine aus bewährten spanischen Anbaugebieten. Sie werden in den Kellereien zu Holandas und Destilados destilliert. Die Holandas, die niedrigprozentigen Destillate, sind reich an Geschmacks- und Aromastoffen und bilden somit die eigentliche Grundlage für ›Brandy de Jerez‹ und sein Bouquet. Der Kellermeister kann sie - je nach Qualitätskategorie - mit den höherprozentigen Destilados mischen.
Der Rohbrand wird in große Eichenholzfässer gefüllt, welche in kathedralenähnlichen Lagerhallen, den Bodegas, aufgereiht sind. Die Fässer – sie sind aus amerikanischer Eiche – dienten zuvor der Herstellung von Sherry und prägen so den Geschmack des Brandys ganz individuell.
Auf der Iberischen Halbinsel genießt man traditionell einen ›Brandy de Jerez‹ nach dem Essen, und zwar meist in Verbindung mit einer Tasse starken Kaffees. Die andalusischen Kellermeister empfehlen, Brandy aus einem Ballonglas mittlerer Größe zu trinken. Dabei hält man das Glas so in der Hand, daß die gesamte Flüssigkeit, lediglich »getrennt« durch das Glas, mit der offenen Handfläche in Berührung kommt. Die auf diese Weise um wenige Grad erhöhte Temperatur sorgt dafür, daß sich das Aroma optimal entfalten kann. Als »Barbarei« sehen es die Kellermeister hingegen an, wenn der Brandy im Glas über einer Flamme erwärmt wird oder das Glas vor dem Einschenken zu heiß ausgespült worden ist – eine Unsitte, die früher in der »gehobenen« Gastronomie regelrecht zelebriert wurde. Durch zu hohe Temperatur, so die erfahrenen Kellermeister, würde die jahrelange sorgfältige Arbeit zerstört, wären Harmonie- und Aromaverlust die Folge.
Eine besondere Tugend des ›Brandy de Jerez‹ ist der lang anhaltende, intensive Geschmack, der eine Fülle köstlicher Aromen auf dem Gaumen hinterläßt. Zunächst wird ein langsamer, langer Schluck genommen. Der Genießer wird so auf die besonderen Geschmackseigenschaften, das Bouquet und den Körper des Brandys vorbereitet. Danach kann er mit dem angepaßten Gaumen und seinem Geruchssinn weiter kosten.

»Die sanfte Glut Andalusiens«
So nennen die Spanier den ›Brandy de Jerez‹ aus dem Gebiet um die Stadt Jerez de la Frontera im Südwesten Andalusiens. Dort reift er in Fässern im Solera-Verfahren vom klaren Destillat zum weichen und aromatischen ›Brandy de Jerez‹. Doch was macht diesen Brandy so besonders, welche Qualitätskategorien gibt es, und was verbirgt sich hinter den Begriffen »Bodega« und »Solera-Verfahren«?
• Bodegas. So nennt man sowohl die Unternehmen, die ›Brandy de Jerez‹ herstellen, als auch die riesigen Lagergebäude für die Fässer, in denen der Brandy reift.
• Solera-Verfahren. Nach diesem Verfahren erfolgt der typische Reifungsprozeß von ›Brandy de Jerez‹: Aus übereinanderliegenden Faßreihen wird, von unten beginnend, nur knapp ein Drittel für die Abfüllung entnommen. Die fehlende Menge ersetzt man aus der nächsten Reihe und so weiter. In die oberste Faßreihe wird dann frisches Destillat nachgefüllt. Fünf- bis sechshundert Liter beträgt das Aufnahmevolumen dieser Fässer, »Botas« genannt, deren Nutzungsdauer nicht selten hundertfünfzig Jahre beträgt. Mit Hilfe des beschriebenen Verfahrens werden Eigenschaften und Charakteristik des länger gelagerten auf den nachrückenden Brandy übertragen. Daraus resultiert ein Produkt, daß Flasche für Flasche und Jahr für Jahr gleichbleibende Qualität bietet.

Die Qualitätseinstufung von Brandy de Jerez:
• Solera. Diese Güteklasse reift durchschnittlich achtzehn Monate.
• Solera Reserva. Güteklasse mit einer durchschnittlichen Reifezeit von drei Jahren.
• Solera Gran Reserva. Die Brandys dieser Premium-Kategorie reifen durchschnittlich acht Jahre, meist jedoch zehn bis fünfzehn Jahre und länger.
Für unsere Verkostungen wurden ausschließlich Brandys der Kategorie ›Brandy de Jerez Solera Gran Reserva‹ verwendet, die sich aufgrund ihrer Reife und Tiefe besonders gut dazu eignen, zusammen mit einer Cigarre genossen zu werden. Um einen größtmöglichen Konsens zu erzielen und um die Nachverkostung so einfach wie möglich zu gestalten, entschied sich Cigar Clan, diese Verkostungsreihe ausschließlich mit kubanischen Cigarren der Marken ›Hoyo de Monterrey‹, ›Montecristo‹ und ›Romeo y Julieta‹ zu bestreiten. Dieser Entschluß ist zugleich auch eine Reminiszenz an den hohen Beliebtheitsgrad, über den kubanische Cigarren nicht nur in Andalusien verfügen, sondern in Spanien allgemein.
An dieser Stelle ist es Cigar Clan Anliegen und Pflicht, sich für die großzügige Unterstützung beim ›Team Brandy de Jerez‹, den einzelnen Brandy-Herstellern sowie bei der ›5th Avenue Products‹, dem offiziellen Alleinimporteur von Havannas in Deutschland, zu bedanken.


Lepanto, Solera Gran Reserva

Das Unternehmen ›González Byass‹ geht auf den Urheber Don Manuel María González sowie auf Robert Blake Byass zurück, der sich kurz nach der 1835 erfolgten Gründung an der noch jungen Bodega beteiligte. Zur Produktpalette von ›González Byass‹ gehört auch der ›Soberano‹, der in Spanien meistverkaufte Brandy.
Der ›Lepanto‹ wird zu 100 Prozent aus ›Palomino‹ Trauben gebrannt und reift durchschnittlich fünfzehn Jahre. Dieser weniger süße Brandy ist schlank und stringent in der Nase und am Gaumen. Feine Bitterkeit umspielt Nougat- und weiße Schokoladennoten. Im Nachhall ohne jeden Mißton: scharf und ehrlich.

Carlos I, Solera Gran Reserva

Der Franzose Pierre de Domecq legte 1730 mit der Eröffnung eines Geschäfts in Jerez den Grundstein für das rasch expandierende Unternehmen, die ›Bodegas Domecq‹. Er stieg mit seinen Brandys bis zum königlichen Hoflieferanten auf. Im Jahre 1922 wurde der ›Carlos I‹ zum ersten Mal abgefüllt und ist mittlerweile weltweit geschätzt und beliebt.
Der ›Carlos I‹ ist ein eleganter Klassiker mit hohem Wiedererkennungspotential, der an edelsüße alte Weine erinnert. Er gefällt mit einem weichen Schmelz und einem langen, raffinierten Abgang.

Gran Duque De Alba, Solera Gran Reserva

Die ›Bodegas Williams & Humbert‹ wurde 1877 von zwei Briten gegründet: Sir Alexander Williams, einem famosen Kenner der Produkte aus Jerez, und Arthur Humbert, einem Ökonomen, der sich auf internationale Wirtschaftsbeziehungen spezialisiert hatte. Das Unternehmen basiert nicht zuletzt auf dem Erfolg des Sherry-Klassikers ›Dry Sack‹, der seit 1905 produziert wird. Die Trauben für die Brandy-Herstellung stammen zum Teil aus den eigenen, fünfhundert Hektar großen Rebflächen, die im Laufe der Zeit erworben wurden.
Schon die Nase erfährt deutliche Süße mit auffallend dichter Aromenstruktur und immens vielen Eindrücken: Kakao und Karamel, aber auch tiefe Frucht. Geschmacklich ist der Brandy von Würze, aber auch Süße geprägt und vergeht mit langem Nachhall am Gaumen.

Conde De Osborne, Solera Gran Reserva
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»El Toro«, das Wahrzeichen von ›Osborne‹, prägt in Form von riesigen, in die Landschaft gesetzten stählernen Stieren die kargen, heißen Landstriche Südspaniens noch mehr als die übrigen Regionen des Königreichs. Auch die 1772 erfolgte Gründung dieses mittlerweile weltweit bekannten Unternehmens, welches auch Sherrys und andere Weine produziert, geht auf einen Engländer zurück: Thomas Osborne Mann.
Der ›Conde de Osborne‹ reift mindestens zehn Jahre in besonders selektierten ›Pedro-Ximénez‹-Fässern und ist geprägt vom Charakter des Meeres, dessen Winde diese Fässer in den Lagerhallen von El Puerto de Santa María jahrein, jahraus streicheln. Dieser Brandy begrüßt uns schon in der Nase mit süßlicher Würzigkeit, die sich später am Gaumen wiederholt und im Abgang sogar mit eleganter Schärfe einhergeht.

Cardenal Mendoza, Solera Gran Reserva
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›Sánchez Romate Hnos.‹ gehört zu den wenigen Unternehmen dieser Größenordnung in Jerez de la Frontera, das sich noch im Familienbesitz befindet. Zurück geht es auf den Geschäftsmann und Weinkenner Juan Sánchez de la Torre, der es im Jahre 1781 ins Leben rief. 1887 wurde dort der erste Brandy hergestellt. Sein Name erinnert an Don Pedro González de Mendoza, 1482 zum Erzbischof von Toledo ernannt, Vertrauter der Katholischen Könige Ferdinand und Isabella und vermutlich Berater von Christoph Columbus.
Der ›Cardenal Mendoza‹ reift, bevor er in das Solera-System gelangt, für zwei Jahre in
215-Liter-Fässern, in denen zuvor ›Pedro-Ximénez‹-Sherry lagerte. Dieses Verfahren gibt dem Brandy schon von Beginn an den nussig-rosinigen Ton und die tiefe Karamelsüße, unterstützt durch würzige Holzaromen. Breites Kreuz und fulminanter Abgang …




Hoyo De Monterrey
Epicure № 2


Format: Robusto
Länge: 124 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Kuba
Umblatt: Kuba
Einlage: Kuba
Stärke: 2
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise:
D: € 8,20
CH: sfr 12,40

Diese klassische kubanische ›Robusto‹ präsentiert sich in einem hellen Colorado mit gleichmäßig samtigem, fast seidigem Deckblatt. Die Verarbeitung ist einwandfrei, das Resultat eine ansprechende Cigarre.
Vor dem Anzünden verströmt die Cigarre feine Pfeffernoten mit hellem Holzcharakter und einem leichten, lieblichen Touch. Die ersten Züge sind vom Aroma her verhalten und auch im Geschmack eher von milder und weicher Sanftheit. Wenig Nachhall, angenehm reserviert. Ausgewogenheit prägt das erste sowie das zweite Drittel des Rauchverlaufs. Vor allem helle Holztöne, reine Tabaknoten und feine Süße tragen das Geschmacksbild, bis etwa bei der Hälfte der Cigarre eine leichte Schärfe auftaucht, die der ›Robusto‹ sehr gut steht. Die Cigarre steigert sich stetig, wobei der Rauch insgesamt voller erscheint und sogar eine stabile Säurestruktur reflektiert. Ab diesem Moment ist der Raucher mit Contenance gefragt: Wer langsam genießt, kann das bis weit hinter den Cigarrenring tun. Ansonsten gibt es Probleme mit dem Abbrand.
Die ›Epicure № 2‹ zieht gut bis sehr gut und brennt in den meisten Fällen gerade mit stabiler, stahlgrauer Asche ab. Für eine kubanische Cigarre ist die Asche recht feinstaubig. Diese »Hoyo« macht schon früh am Tag Spaß.

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Lepanto, Solera Gran Reserva
Wenig Harmonie. Die holzige Frische des Brandys ist zu harsch für die Cigarre: Nur wenige Aromen vertragen sich. Um die Mitte des Rauchverlaufs tauchen ein paar helle Momente auf. Sonst leider unpassend.

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Carlos I, Solera Gran Reserva
Versuchtes süßes Glück. Diese Kombination schwankt zwischen angenehm und weniger angenehm. Wenn der Rauch seine Temperatur erreicht hat, ist der Nachhall von Süße geprägt, doch sobald später die Schärfe kommt, ist der schöne Eindruck dahin.


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Gran Duque De Alba, Solera Gran Reserva
Gleichberechtigung. Fein balanciert stehen sich die beiden erst freundschaftlich, später fast verliebt gegenüber und runden sich als Paar ab. Hundertprozentig zu empfehlen.

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Conde De Osborne, Solera Gran Reserva
Salt and Pepper. Sehr schönes Wechselspiel zwischen dem salzigen Nachklang und der pfeffrigen Präsenz. Erst gegen Ende stört minimal die späte Säure der Cigarre.

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Cardenal Mendoza, Solera Gran Reserva
Toll, aber zu voll. Eine sichere Bank, aber nicht die eleganteste Lösung. Die tiefe Süße des Brandys funktioniert mit der Cigarre. Das ist keine Frage, doch zur absoluten Finesse reicht es nicht ganz.




Montecristo
№ 2

Format: Pirámide
Länge: 156 mm
Ringmaß: 50 (20,6 mm)
Deckblatt: Kuba
Umblatt: Kuba
Einlage: Kuba
Stärke: 4
Rauchdauer: ca. 1 Std.
Einzelpreise:
D: € 11,50
CH: sfr 14,80

»Archaisch«. Das ist der erste Gedanke. Ein dunkles, öliges Deckblatt und ein Duft, der an Stall erinnert, an Unterholz und alte Lederjacken. So riechen kräftige, (zu) junge Cigarren. Diese Aromatik ist nicht für jeden die Erfüllung, wohl aber für den versierten Raucher. Solche Cigarren sollte man eigentlich nach dem Kauf noch fünf Jahre lagern, kann sie aber auch mit den richtigen Begleitern gleich rauchen. Die Verarbeitung ist, soweit von außen zu erkennen, vorbildlich.
Schon die ersten Züge dieser stramm gewickelten ›Montecristo‹ signalisieren Präsenz. Erdige Noten, gepaart mit tiefer Weite, allerdings noch nicht überwältigend. Früh findet die Cigarre eine Balance zwischen Wucht und Würze. Dazu paart sich schokoladige Bittersüße. Die Cigarre kann bis weit ins letzte Drittel genossen werden. Saftige letzte Züge sind von Kraft und Säure geprägt.
Der Rauchverlauf ist nicht ganz unproblematisch. Ab der Hälfte mutiert das Vergnügen teilweise zu echter Arbeit. Hat man die »Monte 2« allerdings im Griff, brennt sie fast gerade ab und hinterläßt einen kompakten Aschezylinder, der die lange Glut umschließt und insgesamt von recht fester Konsistenz ist. Die Asche ist typisch dunkel und fällt das erste Mal spät, danach eher bröselnd. Ein leider viel zu junger Beweis für gute kubanische Cigarren.

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Lepanto, Solera Gran Reserva
Vermittelt Eleganz. Die Frische und die knackige Alkoholität des von ›Fino‹-Sherry geprägten Brandes würden der Kombination gut stehen, doch leider ist der ›Lepanto‹ vom Körper her nicht kräftig genug für die satte Kubanerin.
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Carlos I, Solera Gran Reserva
Kopf an Kopf. Die Restsüße und die angenehme nussige Note geben der Cigarre Finesse. Trotzdem dominiert die ›Montecristo №. 2‹ das Geschehen klar, vor allem gegen Ende der Vorstellung.

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Gran Duque De Alba, Solera Gran Reserva
Lübecker Marzipan … und dunkle Bitterschokolade prägen diese wunderbare Kombination voller Ruhe und Kraft. Genau wie man sich Brandy und Cigarre vorstellt …


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Conde De Osborne, Solera Gran Reserva
Eleganz im Spiel. Auch hier ergänzen sich die beiden Partner im klassischen Sinne. Man tut mit dieser Empfehlung jedem Genießer einen großen Gefallen.
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Cardenal Mendoza, Solera Gran Reserva
Monströs. Alles, was recht ist: Dieses Aufeinandertreffen von Wucht, Süße und Kraft ist bemerkenswert. Allerdings muß man ein breites Kreuz haben …





Romeo y Julieta
Corona


Format: Corona
Länge: 142 mm
Ringmaß: 42 (16,7 mm)
Deckblatt: Kuba
Umblatt: Kuba
Einlage: Kuba
Stärke: 3
Rauchdauer: ca. ½ Std.
Einzelpreise:
D: € 7,90
CH: sfr 10,20

Nicht die bekannteste Vitola aus der großen Familie, die sich da ›Romeo y Julieta‹ nennt. Sehr gleichmäßig gerollt in feinem, zimtfarbenem, leicht rötlichem Colorado-Deckblatt, dazu in zwar nicht aufregender, aber ordentlicher samtiger Textur. Boxpressed ist zwar nicht jedermanns Sache, doch präsentieren sich diese ›Coronas‹ ohne jeden Fehler.
Das Aroma in kaltem Zustand weckt Vorfreude und hat eine feminine Note: cremiger Cappuccino, weiche Walnuß und ein Hauch von Leder. Die ersten Eindrücke der brennenden Cigarre sind auffallend präsent: Röstaromen und leicht pfeffrige Schärfe vermitteln Frische und Knackigkeit. Die Aromen im Raum sind eher verhalten und sanft. Auch am Gaumen ist die Nachhaltigkeit begrenzt. Ab dem Moment, in dem die Cigarre ihre »Betriebstemperatur« gefunden hat, wird sie schwerer – und macht eine Kehrtwendung vom Knackigen ins Cremige. Aromen von Waldboden und Pilzen tauchen auf, Leder und später auch Bitternoten, die sich stringent steigern.
Das Zugverhalten ist recht leicht. Nach und nach wird die Cigarre »zugunfreudiger«, brennt dafür aber fast ringförmig ab. Ist die Asche zu Beginn fast schwarz, wird sie von Zentimeter zu Zentimeter heller. Der Kegel biegt sich bald und ist nicht sehr standhaft. Diese zu Unrecht fast vernachlässigte ›Corona‹ läßt sich genau bis zum Cigarrenring rauchen, signalisiert dann aber deutlich den finalen Zug …

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Lepanto, Solera Gran Reserva
Feuriger Start. Gerade zu Beginn begleitet der helle Brandy die in diesem Moment noch scharfe Cigarre. Auch später aufblitzende, gut positionierte Frische.
Carlos I

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Carlos I, Solera Gran Reserva
Mediterranes Bar-B-Q. Die Kombination ist geprägt von Röstaromen und würzigen Kräuternoten. Teilweise Safran und Rosmarin. Beide passen hervorragend zusammen.


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Gran Duque De Alba, Solera Gran Reserva
Lassen sich los. Der Brandy hebt den Geschmack im Rauch etwas auf. Getränk und Cigarre stören sich nicht gegenseitig, entwickeln aber einen etwas subtilen Touch. Macht aber dennoch Spaß.

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Conde De Osborne, Solera Gran Reserva
Saftig-obstig. Noch ein Volltreffer. Hier freuen sich helle Früchte und frische Gewürze auf ein belebendes Miteinander.
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Cardenal Mendoza, Solera Gran Reserva
Sirupartig. Beide Geschmäcker sind grandios, aber ab der Hälfte der Cigarre wird es zäh. Eine gute Kombination für Hartgesottene.

 

 
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