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Tradition und Moderne
Santa Lucia: Eine Cigarrenmarke setzt Akzente
Wenn es um die Kreation und die Einführung einer neuen Marke geht, ist meist ein Spagat zwischen Tradition und Innovation gefragt. Diese Brücke ist bei der neuen Cigarrenmarke ›Santa Lucia‹ perfekt gelungen: Da ist einmal der Markenname, der zahlreiche Assoziationen an Wohlbekanntem weckt, und da ist zum anderen eine moderne Verpackung, die in ihrer modernen Schlichtheit ins Auge sticht …

Einige Blicke zurück
Santa Lucia. Bei der Erwähnung dieses Namens fühlt sich so mancher bekennender Italien-Liebhaber in das Hafenviertel Neapels versetzt, in die winkligen Gassen mit ihrem geschäftigen Gewühle und den zahlreichen Trattorien, deren Duft nach Frischgebackenem zur Einkehr auffordert.
Santa Lucia. Hier denkt ein anderer vielleicht an einen der vielen Orte in Südamerika, welche diesen Namen tragen, während dem Kubanophilen sofort Kolumbus in den Sinn kommt, der nahe dieser heutigen Kleinstadt in der Provinz Holguín während seiner ersten Reise in die Neue Welt an Land ging und
dort auf eine Siedlung der Arawak traf, der Ur-einwohner Kubas.
Geht man noch weiter zurück in die Geschichte, dann trifft man um die Wende vom 3. zum 4. Jahrhundert auf Lucia von Syrakus. Nach der frühchristlichen Heiligen und Märtyrerin sind Hunderte von Orten auf dieser Welt benannt. Auch Kirchen, Kapellen und Denkmäler, vor allem in Italien. Und schon um das Jahr 600 gab es ein ›Lucia-Kloster‹ im sizilianischen Syrakus, auch eines in Rom. Der Legende nach soll Lucia während der Zeit der Diokletianischen Verfolgung die Christen in den Katakomben von Syrakus mit Nahrungsmitteln versorgt haben. Da sie beide Hände brauchte, um die lebenswichtigen Güter durch die dunklen Gänge zu tragen, soll sie die Katakomben mit einer Krone aus brennenden Kerzen auf dem Kopf erhellt haben. Das mag ihren Namen erklären: »Lucia« leitet sich vom lateinischen Lux ab, zu deutsch »Licht«. Hierauf ist auch das »Lichterfest« in Schweden zurückzuführen, bei dem Mädchen noch heute, verkleidet als »Santa Lucia«, durch die Straßen ziehen.
Ein großer Brückenschlag
Ob die Verantwortlichen des Unternehmens ›Tobacco Management & Consulting Company‹ in Baden-Baden, kurz ›TMCC‹, Inhaber der Marke ›Santa Lucia‹, bei der Namensfindung tatsächlich an die Heilige aus Syrakus gedacht haben, ist nicht bekannt. Ohne Zweifel jedoch haftet diesem Namen, wie auch der Cigarre überhaupt, etwas Rituelles an, etwas, wenn man so will, Mystisches – und das Wort »Lux« bzw. »Lucia« bringt, im übertragenen Sinne, Licht in das Dunkel des Alltags. So gesehen ist der zweite Teil des Namens von den Baden-Badenern mit Bedacht und durchaus geschickt gewählt.
Aber »Heiliges Licht«? »Santa« steht schließlich für »heilig«. Nicht nur, denn folgt man dem Ursprung des Wortes, kann es auch »etwas Besonderes« bedeuten. Nach dem Selbstverständnis der TMCCler wird somit die ›Santa Lucia‹ eine besondere Cigarre sein, eine, die eine Rückbesinnung auf den Ursprung des Tabakgenusses symbolisiert.
Ob die ›Santa Lucia‹ diesen Anspruch einlöst, sei dem Geschmacksempfinden eines jeden einzelnen Cigarrenrauchers überlassen. Bestimmt jedoch gehört die ›Santa Lucia‹ zu den Shortfillern, die von der Qualität her weit oben angesiedelt sind. Wichtigstes Merkmal in diesem Zusammenhang: Die Cigarren sind zu 100 Prozent aus Tabak, wobei die »Rohstoffe« aus Indonesien (Deck- und Umblatt) sowie aus besten brasilianischen und indonesischen Provenienzen (Einlage) kommen.
Die ausgewogene Komposition der verschiedenen Tabake garantiert einen zwar milden, aber dennoch würzigen Geschmack. Damit werden nicht in erster Linie gestandene Aficionados angesprochen, die meist sehr kräftige Tabake lieben, sondern vornehmlich jene Genießer, die nicht immer Cigarren mit kräftigen Geschmackskomponenten rauchen möchten bzw. solche der milderen Art bevorzugen – obschon: Am Vormittag wählen nicht wenige Aficionados auch gerne schon einmal eine milde Cigarre.
Bleibt noch das äußere Erscheinungsbild, die Verpackung. Sie präsentiert sich modern, nicht jedoch zu ausgefallen, sondern eher modisch-harmonisch. Angeboten wird die ›Santa Lucia‹ in einer eleganten, in den Farben Schwarz und Rot gehaltenen Schiebeschachtel, durch deren Sichtfenster das satte Schwarz der drei Tubos auffällt. Erhältlich sind die ›Santa Lucia‹ im gut sortierten Tabakwarenfachhandel sowie auch zunehmend in der gehobenen Gastronomie.

Eine gelungene Symbiose
Die Akzente bei der ›Santa Lucia‹ sind also geschickt gesetzt, denn hier wird Bewährtes gekonnt mit Modernem verknüpft. Zum einen ist, den Tabak betreffend, die klassische Shortfiller-Mischung zu nennen, die sich in angenehmer Weise an den Zeitgeist anlehnt, indem sie den Forderungen des überwiegenden Teils der Raucher nach einer mild schmeckenden Cigarre Rechnung trägt. Zum anderen wird das ansprechende Design der Verpackung auch bei den jüngeren Rauchern Gefallen finden bzw. bei denjenigen, die gerade dabei sind, die Welt der Cigarre für sich zu entdecken. Außerdem trägt die Symbolik und Mystik, die dem Namen ›Santa Lucia‹ innewohnt, dazu bei, an diese Welt heranzuführen. Der Name spiegelt überdies die Welt der (rauchigen) Genußkultur, denn der Tabak ist seit jeher wie geschaffen dafür, sich Zeit zu nehmen, ist somit Synonym für Ruhe, Reflexion und Entspannung, für angenehme Gespräche und Austausch mit Gleichgesinnten. Denn nur in solchen Momenten können jene Gedanken beleuchtet werden, die sonst im Dunkel des Zeitgeistes unbeachtet bleiben … w
Text: Dieter H. Wirtz
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