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Große Welt im Berner Oberland
Wenn der Gast ein Zimmer über dem Haupteingang bewohnt und aus dem Fenster schaut, dann hat er mit dem ›Jungfraujoch‹ eines der grandiosesten Alpenpanoramen der Schweizer Bergwelt im Blick. Das ›Lindner Grand Hotel Beau Rivage‹ in Interlaken hat jedoch noch weit mehr zu bieten als eine schöne Aussicht …

 
Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Der Pariser Edouard Davinet genießt einen hervorragenden Ruf in der Architekturszene Europas. Zahlreiche Gebäude, die nach seinen Plänen gebaut werden, zeugen von seiner beeindruckenden Kunst, selbst monumentalen Bauten einen filigranen Touch zu verleihen. Das ›Lindner Grand Hotel Beau Rivage‹ ist solch ein Gebäude. Großzügig in seinen Ausmaßen, strahlt es neben einer gewissen Erhabenheit eine distinguierte Würde aus, die den Gast bei seiner Ankunft augenblicklich für sich einnimmt.
Dieses Grandhotel, unmittelbar an dem Flüßchen Aare gelegen, kann auf eine abwechslungsreiche Vergangenheit zurückblicken. In der Mitte der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts auf den Mauern einer ehemaligen Pension errichtet, fällt das prunkvolle Jugendstilgebäude 1895 einem Großbrand zum Opfer, ehe sich das ›Grand Hotel Beau Rivage‹ kurz vor der Jahrhundertwende, nach den Plänen von Davinet wiederaufgebaut, in neuem Glanz, jedoch mit dem Gepräge der vergangenen Jahre präsentiert. Danach kommen und gehen Zeiten mit vielen Höhen, wie zum Beispiel in den »Goldenen Zwanzigern«, als das ›Beau Rivage‹ bei den Besucherzahlen einen enormen Aufschwung registriert, aber auch mit Tiefen, etwa gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als das ehrwürdige Haus der Schweizer Armeeführung als Quartier dient. Über die Jahrzehnte hinweg erfährt es zudem etliche Sanierungen und Renovierungen sowie zahlreiche Erweiterungen und Umbauten.
Die letzte Umbauphase erstreckt sich über drei Monate und endet im Februar 2003. Gut ein Jahr zuvor, am 1. Januar 2002, hat der Name des Hauses den voranstehenden Zusatz ›Lindner‹ erhalten, denn seit diesem Tag gehört es zur ›Lindner Hotels AG‹, einem der wenigen bedeutenden deutschen Familienunternehmen im Hotelleriebereich. Nach erfolgtem Umbau fügt sich nun das Interieur äußerst harmonisch in das gesamte Erscheinungsbild des Jugendstilhauses ein.
Große Hotels wie das ›Beau Rivage‹, dessen äußeres Erscheinungsbild über die Jahre nahezu unverändert geblieben ist, haben in ihrer Geschichte stets zahlreiche Neuerungen erlebt, die jeweils der Anpassung an den vorherrschenden Zeitgeist geschuldet sind. Das bezieht sich weniger auf Gärten und Fassaden und nicht nur auf Suiten und Zimmer. Will ein Grandhotel dauerhaft zu den führenden Einrichtungen in seiner Region gehören, steht vor allem ein Begriff ständig im Vordergrund: Innovation. Es ist das Selbstverständnis, sich Tag für Tag neuen Herausforderungen stellen zu wollen (dabei dennoch der Philosophie des Hauses treu zu bleiben), das den Grundstein legt für eine erfolgreiche Darstellung und Positionierung in der Zukunft.
Im ›Lindner Grand Hotel Beau Rivage‹ herrscht dieses Selbstverständnis. Das fängt beim Service an und hört bei der Qualität der verwendeten Produkte und der Zubereitung der Speisen noch lange nicht auf. Es ist Ole Hartjen, der hier für die notwendigen Impulse sorgt. Dem gebürtigen Niedersachsen, seit 2004 Direktor des Fünf-Sterne-Hauses und erst kürzlich von der Jury der Schweizer Fachpublikation Der Große Restaurant & Hotel Guide zum ›Hotelier des Jahres‹ gewählt, ist neben anderem vor allem die äußerst erfolgreiche Neupositionierung der Gastronomie zuzuschreiben. Mit Martin Liefeith hat er einen ausgezeichneten Spitzenkoch als Küchendirektor gewonnen, der das Restaurant, unterstützt von Gastronomiedirektor Alexander Hänsel, innerhalb kürzester Zeit zu einer der führenden genießerischen Einrichtungen im Berner Oberland gemacht hat.
Doch eine im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnete Küche (15 Punkte vom Restaurantführer ›Gault Millau‹) macht nicht alleine den Erfolg eines Hotels aus. Andere Faktoren gehören dazu. Ole Hartjen versteht es, seine Mitarbeiter entsprechend zu motivieren. Sie sind jederzeit bereit, Top-Leistung zu bringen, um jedem Gast einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten. So ist auch die zwischenmenschliche Komponente eines der Erfolgsrezepte der »Grande Dame« in Interlaken. Ein Kritiker hat es einmal folgendermaßen beschrieben: »Insbesondere fällt die Gastfreundlichkeit des Hotelpersonals auf, ebenso die Zufriedenheit der Gäste, die durch den gebotenen Service sowie die Herzlichkeit und die Wärme entsteht, die das Hotel ausstrahlt.« Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen …

Lindner Grand Hotel Beau Rivage
Höheweg 211, 3800 Interlaken/Schweiz, Telephon: +41 (33) 826-70-07;
Telefax +41 (33) 826-70-08; E-Mail: info.interlaken@lindnerhotels.ch
Gästezimmer: 101 komfortable Zimmer, davon 4 elegante Suiten und 9 Junior-Suiten
Zimmerausstattung: Telephon, Modemanschluß (analog), Kabel-TV, W-LAN, Safe, Radio, Minibar
Dienstleistungen: Außenparkplätze, Concierge-Service, Fahrradverleih (kostenlos), Gepäckservice, Internet-Corner in der Hotelhalle, Shuttle-Service zum Bahnhof, Wäsche- und Bügelservice
Gastronomie: À-la-carte-Restaurant ›L’Ambiance‹ (45 Sitzplätze), Halbpension-Restaurant (70 Sitzplätze), Sonnenterrasse an der Aare (40 Sitzplätze), Pianobar ›Le Vieux Rivage‹ (40 Sitzplätze), im Sommer mit eigener Terrasse (zusätzliche 20 Sitzplätze), Weinstube (nur im Winter) ›La Bonne Fourchette – Vins et plus‹ (30 Sitzplätze)
Meetings und Feiern: 13 Konferenz- und Seminarräume für bis zu 350 Personen. Bankettsaal ›La Belle Époque‹ für bis zu 220 Personen. Alle Räume mit Tageslicht. Tagungs-, Informations- und Medientechnik auf dem neuesten Stand
Wellness: Hallenbad mit Liegewiese, Dampfbad, Finnische Sauna, Fitnessraum, Solarium. Indonesische und javanesische Massagen sowie Blütenbäder, Thalasso-Treatments, Gesichts- und Körperbehandlungen von ›Babor Cosmetics‹
Internet: www.lindner.de
Text: Dieter H. Wirtz
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