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Das Gold der Charente
Cognac ist ein Klassiker. Die großen Namen, die wunderschönen Karaffen, das goldbraun schimmernde Getränk in gewaltigen Schwenkern. Eleganz und Distinguiertheit. Gesetzte Herren, mit Einstecktuch im Blazer und Siegelring an den gepflegten Händen. In der Linken die ausgesuchte Cigarre, in der Rechten den Cognac, heben sie den Schwenker von Ledersessel zu Ledersessel zum Toast. Gepflegte Unterhaltung in kleiner, ausgewählter Runde. So das gewohnte Bild.
In letzter Zeit blendet sich ein anderes, ein moderneres Cognac-Bild ins Bewußtsein ein. Junge Menschen in kühlem, stilvollem Ambiente, aufstrebende Geschäftsleute aus dem Nahen und Fernen Osten, amerikanische Superstars aus Hollywood und dem »Music-Biz« fragen nach den teuersten und besten Bränden, die der Gastgeber im Regal oder im Keller stehen hat. Weniger in Europa, aber um so mehr in Asien und in den Vereinigten Staaten erlebt der Cognac eine Renaissance.
Allerdings hat hierzulande der wohl bekannteste Begleiter zur Cigarre – richtet man sich nach den Aussagen derer, die mit ihm Handel betreiben – seine besten Tage hinter sich. »Umsatzeinbruch« und »Marktanteilverluste« sind heute die Schlagwörter, wenn es um Cognac geht.
Der Rückzug verschiedener Marken aus dem einst lukrativsten Markt, aus Europa, signalisiert deutlich: Andere, teilweise auch im Faß gereifte Spirituosen haben die Nachfolge angetreten. Wodka, Gin und Absinth haben den Weg in die Bars gefunden, pur und als Ingredienz für Mixgetränke. Rum und Whisk(e)y werden immer beliebter, wenn es um braune, pur zu genießende Brände geht. Recht große Fußstapfen, fand Cigar Clan und machte sich auf, ein weiteres Mal Cognac und Cigarren zu verkosten.
Für diese Degustation ging man auf die Suche, um einen Querschnitt der marktüblichen Cognacs zusammenzustellen – und wurde im reichhaltigen Angebot mehr als fündig. Unter den fünf ausgewählten Produkten finden sich eine absolute Marktneuheit, die das Cigar Clan-Verkostungsteam zeitgleich mit der Europa-Präsentation und der Markteinführung probieren durfte, drei der beliebtesten Cognacs, die man auf Digestif-Wagen und Barkarten finden kann, sowie einen Kellerfund aus dem 19. Jahrhundert, der bisher nur bei Auktionen und besonders gut sortierten Sammlern zu bestaunen gewesen ist.
Norman Schmidt, seines Zeichens Chefsommelier im Vorzeige-›Kempinski‹-Hotel der Nation, im edlen ›Hotel Adlon‹ am Boulevard ›Unter den Linden‹ in Berlin, bat zur Tafelrundenverkostung im kleinen Kreis. Dreizehn Jünger des braunen Goldes versammelten sich, um vier sehr verschiedene Cognacs, einen uralten Weinbrand als »Piraten« und drei erlesene Cigarren aus verschiedenen Provenienzen zu verkosten.
Cognac
Nördlich des bekanntesten Weinanbaugebiets der Welt, dem Bordelais, liegt, östlich vom schlanken Delta der Gironde, die Region ›Cognac‹. Das dortige, vom Atlantik geprägte Klima ist zusammen mit den kreidehaltigen Böden und der jahrhundertealten Tradition der Herstellung verantwortlich für die Qualität und die Vielfalt der wohl hochwertigsten faßgelagerten Spirituose, die es weltweit zu kaufen und zu kosten gibt.
Rund um die gleichnamige Stadt liegen, fast wie die Ringe einer Zielscheibe, die sechs Unterregionen ›Grande Champagne‹, ›Petit Champagne‹, ›Les Borderies‹, ›Fins Bois‹, ›Bons Bois‹ und ›Bois Ordinaires‹.
Die ›Grande Champagne‹ und die ›Petite Champagne‹ haben nichts mit dem gleichnamigen Schaumwein zu tun; vielmehr bezeichnen sie jene Regionen, deren Rebflächen die entsprechend wertigen Trauben für den Cognac hervorbringen. Ein ›Fine Champagne‹ besteht zu mindestens 50 Prozent aus Destillaten, die aus der ›Grande Champagne‹ stammen; der Rest muß zwingend aus der ›Petite Champagne‹ kommen. Dagegen ist die Region ›Les Borderies‹ ein nahezu unbedeutendes kleines Zwischengebiet; nur 5 Prozent aller Cognacs werden hier hergestellt. Bleiben noch die weniger bekannten Waldgebiete: Die Regionen ›Fins Bois‹, ›Bons Bois‹ und ›Bois Ordinaires‹ bringen überwiegend kräftige und ungestüme Cognacs hervor, die meist jung getrunken werden, deshalb selten in den großen Assemblagen zu finden sind.
Cognac wird aus drei Rebsorten erzeugt: ›Ugni blanc‹ (auch als ›St. Emilion des Charentes‹ bekannt), ›Colombard‹ und ›Folle blanche‹. So mancher Cognac-Produzent soll, natürlich nach ausgiebiger Verkostungsarbeit, schon zugegeben haben, warum diese durchweg weißen Weine nicht direkt getrunken werden, sondern den Weg der (übrigens immer zweifachen Destillation) gehen: Sie sind schlicht und ergreifend nicht besonders wohlschmeckend.
Die erste Destillation ergibt den Rohbrand, die ›Brouille‹, die zweite den Feinbrand, die ›Bonne chauffe‹. Nur der Mittellauf, das Herz, ›Cœur‹, ergibt den hochwertigen Brand, der später in den mannigfaltigsten Vermählungen nach vielen Jahren der Lagerung in Eichenfässern unter den zahlreichen schönen Namen, abgefüllt in wunderbar verzierten Flaschen und Karaffen, in den Regalen und den Kellern der Restaurants und Bars, der Händler und Genießer zu finden ist.
Der Interessierte sollte nicht nur einen Blick für die besonders schönen Flaschenformen und Verpackungsarten übrig haben, sondern auch stets für das Etikett einer Cognac-Flasche, da es einige aussagekräftige Hinweise auf die Qualität vermittelt. Vor allem die Altersangaben sagen viel über Kraft und Tiefe sowie Reife und Schmelz aus.
So bescheinigt das Kürzel ›VS‹ (›Very Special‹) dem Genießer, daß die vermählten Brände mindestens drei Jahre in Fässern gelagert worden sind, während die Bezeichnung ›VSOP‹ (›Very Special Old Pale‹) mindestens fünf Jahre Faßreife garantiert. Ab sechs Jahre Lagerung in den Kellern der Charente kann man sich bedenkenlos auf die Eigenklassifizierung der Produzenten verlassen: ›XO‹, ›Very Old‹, ›Napoléon‹, ›Extra‹, ›Extra Vieux‹ sind nur einige der Bezeichnungen, die auf ein großes Getränk hinweisen. Bei den meisten Cognacs handelt es sich hier um Brände, die zwischen zwölf und vierzig Jahre alt sind.
Die wenigsten Cognacs werden jahrgangsrein auf die Flasche gezogen. Sehr oft handelt es sich in einem solchen Fall um den Inhalt eines einzigen, ganz besonders gut gereiften Fasses. Dementsprechend begrenzt und rar sind diese Jahrgangs-Cognacs.
RÉMY MARTIN CŒUR DE COGNAC

Seit 1724 produziert ›Rémy Martin‹ Cognac und ist vor allem für seine ›Fine Cognacs‹ bekannt. Mit dem ›Louis XIII‹, einem der sagenumwobenen Luxus-Cognacs, hat das Haus ›Rémy Martin‹ ein Wahrzeichen für unsterblichen Genuß im Angebot.
Der ›Cœur de Cognac‹ ist anders. Zwar auch aus Trauben der beiden besten Anbaugebiete hergestellt, der ›Grande‹ und der ›Petite Champagne‹, zeichnet er sich durch eine hellgoldene Farbe und ein erfrischend jugendliches Bouquet aus. Fruchtige Weichheit mit ätherischen Orangen- und Blütenaromen und ein langer, weicher Nachhall mit leichter Marzipannote zeichnen diesen Cognac als modernen Brand aus, der gleichwohl an alte Traditionen anknüpft und der nicht nur als Digestif einen Stammplatz in jeder Cognac-Auswahl verdient hat.
OTARD XO GOLD

Der ›Otard‹ kommt seit 1796 aus dem ›Château de Cognac‹, dem Schloß in der Stadt gleichen Namens. Ein Jahr zuvor begann Baron Otard de la Grange, Nachfahre schottischer Ahnen, deren Stammbaum sich bis auf den im 9. Jahrhundert wütenden Wikingerführer Ottart zurückverfolgen läßt, an den Ufern der Cha-rente mit der Herstellung seines Cognacs.
Der ›XO Gold‹ ist eine Assemblage aus ›Grande Champagne‹-Weinen, die mit den besten Tropfen aus dem ›Borderies‹ vermählt wurden. Er präsentiert sich in dunklem Rotgold mit lebendigen Reflexen. Die Nase wird umschmeichelt von hellen Dörrfrüchten, leichter Exotik und zurückhaltender Karamelnote. Am Gaumen tun sich süßlich-fruchtige Noten mit fast ernsthafter Rancio-Aromatik und langer Präsenz auf.
HINE ANTIQUE XO

Es war das Jahr 1791, als Thomas Hine seine Heimat in Dorset, England, verließ, und da, glaubt man den Gerüchten, seine Familie schon seit einiger Zeit vom Cognac-Schmuggel lebte, suchte er sein Glück in der Region an der Charente. Seit 1817 besteht die Company ›Thomas Hine & Co‹, und bis zu seinem Tod im Jahre 1822 etablierte der Gründer ein prosperierendes Unternehmen am Markt, dessen Name noch heute für Qualität und Tradition steht. Vor allem die Kreationen der zahlreichen Jahrgangs-Cognacs aus dem Hause ›Hine‹ machen diesen Produzenten unverwechselbar.
Der ›Antique XO‹ wurde 1920 von George Hine geschaffen und besteht aus über vierzig verschiedenen Cognacs, die ausnahmslos aus der ›Grande‹ und der ›Petite Champagne‹ kommen. Der satte Duft nach Leder und Gewürzen wird durch Honig und Vanille schön abgerundet. Am Gaumen ist der ›Antique XO‹ von Aprikose, Holz und Röstaromen geprägt, ernsthaft und reif, mit langem, komplexem Nachhall.
HENNESSY PARADIS EXTRA

Auch dieses ultimativ klassische Cognac-Haus hat seine Wurzeln auf den britischen Inseln. Allerdings kam Richard Hennessy, nach dem heute der wertvollste der Cognacs aus diesem Hause benannt ist, aus Irland und betrieb ausschließlich Handel mit dem teuren Branntwein. Erst sein Sohn James begann damit, an der Charente zu destillieren. Die Kunst der Destillation wird auch heute noch, in achter Generation, von den Hennessys betrieben.
Der ›Paradis Extra‹ ist eine Assemblage aus bis zu hundertdreißig Jahre alten Bränden und wurde nach dem Gründerkeller von ›Hennessy‹ benannt, dem ›Paradis‹, aus dem diese Brände stammen. Der edle Tropfen präsentiert sich in dunklem Bernstein mit goldenen Reflexen und einem deutlich würzig-süßlichen, von Kakao und reifen, dunklen Früchten geprägten Duft. Am Gaumen elegant-klassisch, voll und harmonisch mit anscheinend ewiger Präsenz.
DER »PIRAT«: TEXIER XO

Einige Flaschen der längst verloren geglaubten Edelmarke der Firma ›Texier & Cie.‹ sind bei Kellerausbauarbeiten wiederaufgetaucht. Der ›Texier XO‹, ein Weinbrand von herausragender Qualität, war um die Jahrhundertwende die Nummer 1 auf dem Markt wertvoller Spirituosen. Das Qualitätszertifikat besagt, daß der Weinbrand nach den bewährten Methoden der Charente hergestellt und weit über die vom Gesetz geforderte Zeit im Eichenfaß gelagert worden ist.
Intensiv leuchtendes, helles Bernstein, fast gleichmäßig dicht bis zum Rand. Mittleres bis volles Bouquet, klare und komplexe Fruchtnuancen. Am Gaumen ausgesprochen präsent mit mittlerer bis voller Intensität, dazu reife, deutlich weinige Nuancen. Ferner Bitterorangen und Rosinen, eingebunden in leichte Würzigkeit. Der Körper präsentiert sich in der Mitte etwas abgeschwächt, während die Holznuancen fein eingebunden sind. Lang anhaltendes, ausgeprägtes Finish. Ein exzellenter Weinbrand mit – in Anbetracht seines Alters – fast jugendlichen Fruchtnoten.
Macanudo
Gold Label Shakespeare

Format: Grand Corona
Länge: 165 mm
Ringmaß: 45 (17,9 mm)
Deckblatt: Connecticut Shade
Umblatt: Mexiko
Einlage: Dominikanische Republik, Mexiko
Stärke: 1,5
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise:
D: € 7,–
CH: sfr 13,50
Nur wenn die Natur und die Fermentation besonders helle, goldfarbene Deckblätter hergeben, wird diese Cigarre produziert. Eine Schönheit für Genießer des sanften, leichten Premium-Rauchs. Dementsprechend einwandfrei sind die Textur und die Verarbeitung. Auffallend die straffe Wicklung. Das Ringmaß ist eine Nuance zu groß für ein ›Lonsdale‹-Format. Sehr schön präsentiert sich der Kopf, der auffallend rund verarbeitet ist und einen einwandfreien Ansatz für den Anschnitt bietet.
Das Deckblatt verströmt einen sanften, kaum definierbaren Duft nach Laub und zarten Blüten. Auch der erste Zug ist leicht und verführerisch. Doch schon während des ersten Drittels beginnt sich eine helle Fruchtigkeit durchzusetzen, wodurch die Cigarre vielschichtiger wird.
Ob dem Aficionado diese Dominikanerin zu leicht ist oder ob er genau jene feine Raffinesse der ›Macanudo‹ schätzt, sei dahingestellt – auf jeden Fall besticht sie durch eine hervorragende Verarbeitung, einen einwandfreien Zug und eine wunderbare Aschebildung (grau-weiß meliert und recht haltbar).
Ab der Hälfte der Cigarre kommt nach und nach mehr Würze auf: Sie wird dichter und etwas schärfer, wobei diese hervorragende Apero-Cigarre insgesamt nicht übermäßig viel Platz für Begleiter läßt.
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RÉmy Martin
Cœur de Cognac
Blendender Blend. Beide tummeln sich eher auf der Sonnenseite des Lebens.
Da überwiegen schon mal die hellen Reflexe und fehlt es an ernsthaftem Tiefgang.
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Otard
XO Gold
Exotik. Der Cognac legt sich über die Cigarre. Die flüchtige Blumigkeit kann den getrockneten Früchten nicht standhalten. Während des Nachhalls behauptet sich der Rauch wieder und unterstreicht die Exotik des Cognacs.
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Hine
Antique XO
Überraschung. Fast hat man Angst, die Cigarre zu überfordern. Tatsächlich jedoch erfährt man eine schöne Verbindung. Die frische, fruchtige Art der Cigarre wird sogar unterstützt. Trotzdem recht seriös.
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Hennesy
Paradis Extra
Dominiert perfekt. Die beste Kombination auf der leichten Seite. Der Cognac ist deutlich stärker bis weit in den fulminanten Abgang hinein. Dennoch (oder gerade deshalb?) sehr, sehr gut.
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Texier XO
Herrlich. Hier zeigt sich, daß sich feine Aromen wunderbar vermählen können. Ohne jede Kraft und Wucht auf einer der beiden Seiten wird ein perfektes Match aus Länge und Leichtigkeit gespielt.
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Rocky Patel
Sun Grown Robusto

Format: Robusto
Länge: 140 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Ecuador
Umblatt: Nicaragua
Einlage: Dominikanische Republik, Nicaragua
Stärke: 3
Rauchdauer: ca. 1 Std.
Einzelpreise:
D: € 6,–
CH: sfr 7,10
Wenn Mr. Patel, Paradiesvogel der US-Aficionados und selbst bekennender »Controlfreak«, eine ›Robusto‹ macht, ist sie gerne mal ein wenig länger oder ein wenig besser als der Durchschnitt. Die ›Sun Grown‹ ist beides. Ein dunkles, sattes und ledriges Deckblatt mit eleganter, feinadriger Textur kleidet die sehr schön verarbeitete, vielversprechende Cigarre.
Sie duftet fruchtig-organisch mit Noten von intensiven Gewürzen und mediterranen Anklängen. Verwandte Aromen schwängern den Raum nach dem Anzünden, während die ersten Züge am Gaumen recht amorph erscheinen. Allerdings präsentiert sich die Cigarre als nicht übermäßig wuchtig. Frühe Holztöne weichen im Rauchverlauf deutlich zugänglicheren Noten.
Der Zug ist butterweich und bleibt sehr angenehm, während die ›Sun Grown‹ schnurgerade abbrennt. Früh kommt auch Süße auf, lakritzverwandt und sanftbitter. Die Cigarre bleibt lange stringent und läßt sich mit Hingabe bis zum eindrucksvollen Finale rauchen.
Feste Asche krönt diese deftig-dunkle Schönheit. Wenn sie fällt, fällt sie überraschend. Die Cigarre brennt langsam ab, weshalb das übliche Zeitfenster für eine ›Robusto‹ hier nie und nimmer reicht.
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RÉmy Martin
Cœur de Cognac
Heiter bis freundlich. Die hellen Reflexe des Cognacs begleiten die Cigarre recht gut. Ab und zu charmant belebend, dann wieder ein deutlicher Kontrapunkt zu den dunklen Aromen.
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Otard
XO Gold
Push it up. Der Cognac und die Cigarre unterstützen sich gegenseitig: pfeffrig-organisch, belebend-spritzig. Im richtigen Moment passiert Großes. Zum Finale hin fehlt es ein wenig an Tiefe ...
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Hine
Antique XO
Symbiotische Kür. Sehr gute Kombination, Cigarre und Cognac bleiben bestehen und entwickeln eine faszinierende kongeniale Milde. Empfehlenswert.
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Hennesy
Paradis Extra
Entdeckungsreise. Als Klassiker hat es der Cognac überraschend schwer. Die Kombination paßt natürlich, wirkt aber zwischendurch störrisch. Ausprobieren …
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Texier XO
Weihnachtliche Kreuzfahrt. Wunderbar lebendig. Eine faszinierende Reise von der Orangenzeste zum Lebkuchen und zurück. Man sollte Rocky Patel mindestens 4 cl reservieren.
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Montecristo
Petit Edmundo

Format: Petit Robusto (Short Robusto)
Länge: 110 mm
Ringmaß: 52 (20,6 mm)
Deckblatt: Kuba
Umblatt: Kuba
Einlage: Kuba
Stärke: 4
Rauchdauer: ca. ½ Std.
Einzelpreise:
D: € 8,20
CH: sfr 12,–
›Robustos‹ und ähnliche Formate haben traditionell bei der Marke ›Montecristo‹ immer mal wieder für Aufsehen gesorgt – man erinnere sich an die ›Editiones Limitadas‹ aus den Jahren 2000 und 2003. Dann kam die ›Edmundo‹, und nun, im wieder verkürzten Format, die von den Cigar Clan-Lesern zur »Neueinführung des Jahres 2007« gekürte ›Petit Edmundo‹.
Dunkles Maduro mit einzelnen Sonnenflecken, saftig, ölig und einen wohlbekannten Duft verströmend, den man nur »kubanisch« nennen kann, liegt die ›Edmundo‹ sehr schön verarbeitet in der Hand und weckt jede Menge Vorfreude.
Sie ist vom ersten Zug an kräftig, belegt den ganzen Mundraum mit den männlichen, zu Beginn etwas ungestümen Aromen. Da die Cigarre noch sehr jung ist, hilft ihr ein gemäßigtes Rauchverhalten des Genießers, zumal mit der steigenden Temperatur die satte Menge Rauch bald viel gezähmter erscheint. Um die Hälfte des Rauchverlaufs zeigt sich die süßlich, fast elegante Seite der Cigarre: Dörrobst und Schokolade. Die animalischen Leder- und Erdtöne halten sich zurück.
Zum Ende des (viel zu kurzen) Rauchverlaufs paart sich etwas Astringenz zum Grundton. Wer diesen Cigarrentyp mag, kommt damit klar. Zug und Abbrand zeigen sich formattypisch, doch wen stört schon ein minimaler Schiefbrand, zumal sich die gewellte und gemaserte bildschöne Asche lange auf dem Glutkegel hält? Eine klassische Cigarre für das leider zu oft vorkommende moderne, kurze Zeitfenster.
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RÉmy Martin
Cœur de Cognac
Spät, aber gut. Die Kombination ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Vor allem anfangs ein wenig spitz. Später verleiht der Cognac der Cigarre Helligkeit und unterstreicht ihre Süße.
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Otard
XO Gold
Goldenes Glück. Fast zu klassisch-gut vom ersten Moment an, vertragen sich beide dennoch hervorragend. Die Süße des Cognacs unterstreicht über den ganzen Rauchverlauf die Aromen der Cigarre.
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Hine
Antique XO
Überaus seriös. Wenn ernsthafte Aromen aus beiden Richtungen aufeinanderprallen, entsteht etwas Großes. Trotzdem fehlt ein wenig der Spaßfaktor in Form von Süße. Später kommt deshalb auch gefühlte Schärfe auf.
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Hennesy
Paradis Extra
Betörend. Dieser Cognac ist ein All-Time-Klassiker zur Cigarre. Und dann kommt auch noch diese archetypische Kubanerin daher. Vor allem zum Ende hin genial.
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Texier XO
Die Überraschung. Das hätte wohl keiner gedacht: Matchwinner! Von Eleganz geprägtes Wechselspiel aus kontinentaler Blüte und kolonialem Ungestüm. Mit Extrapunkten für die Erfrischung.
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