home Home > Cigar Clan 3/2008 > Warum in die Ferne schweifen …
News Cigar Clan-Inhalt Tastings Abo Kontakt Media-Information & AGBs Where to find


cover
 
DEGUSTATIONEN

 



Und am Abend träumen sie von Santo Domingo,
Von Santo Domingo und weißen Orchideen,
Von den Märchen einer Nacht in Santo Domingo,
Und Wundern, die dort noch gescheh’n …
… Fernando, Alfredo und José.
              Wanda Jackson, ›Santo Domingo‹, 1965

Legt man die Flugstunden zugrunde, so ist die Dominikanische Repu­blik von unseren europäischen Gefilden aus in etwa so weit entfernt wie eine der letzten kommunistischen Bastionen, wie Kuba, ist dagegen etwas schneller zu erreichen als die beliebten Provenienzen Honduras und Nicaragua, während sie um einiges näher ist, als es die beiden klassischen Tabakanbaugebiete Brasilien und Sumatra sind.
Es geht uns hier aber nicht um Breiten- und Längengrade, sondern um das Angebot, das der Einzelhändler des Vertrauens für den Freund guter Cigarren bereithält. Auch wenn sich »um die Ecke« eine breitgefächerte Palette bester Marken und erstklassiger Formate auftut, so wiederholt sich nicht selten die Situation: Man wählt das aus, was man kennt, entscheidet sich vielleicht auch für das neueste »Must have«-Format – und meidet somit unbewußt so manch braune Pretiose, die es wert wäre, sich ihrer näher zu widmen. Nahezu deckungsgleich stellt sich die Situation vor dem Ausgehen dar, wenn praktisch im Vorbeigehen der »blinde« Griff in den heimischen Humidor – selbst wenn das gute Möbel regionenübergreifend bestückt ist – wie selbstverständlich den bevorzugten persönlichen Klassiker zutage fördert. Nicht selten handelt es sich bei dem besagten Klassiker um eine Spezies der kräftigen Natur, obwohl in manchem Fall auch ein feinwürziger Schmeichler dem Genießer ein guter Begleiter sein kann. Mag sein, daß in Zeiten eingeschränkten Rauchgenusses der recht intensiv schmeckenden Vitola intuitiv der Vorzug gegeben wird – als sehne sich der Anhänger des gehobenen blauen Dunstes nach Archaischem, um somit kundzutun, daß ihn der als beklemmend empfundene Eingriff in seine Persönlichkeitsrechte einen feuchten Kehricht schert.
Erhöbe die skizzierte Situation den Anspruch auf Allgemeingültigkeit, dürfte den vielen dominikanischen Cigarren, welche die Händler in ihrem Portefeuille haben, eine recht lange Reifezeit beschert sein, gelten doch »Dominocos« als ausgesprochen leicht im Geschmack. Das ist nicht landläufige, wohl aber sehr verbreitete Meinung. Doch wie so vieles, so ist entspricht auch diese Ansicht nicht den tatsäch­lichen Gegebenheiten …
Ohne wirklich triftigen Grund, ausgenommen dem greifbarsten aller Gründe, nämlich eine Auswahl besonders guter Cigarren unter die Verkostungsgemeinde zu bringen, und außerdem in dem Wunsch, weiter am Puls des Geschehens zu bleiben, lud Cigar Clan am Abend des 9. Januar ins Erdgeschoß des ›Steigenberger Hotels Berlin‹ ein, dorthin, wo das ›Preußische Cigarren-Collegium Berlin‹ sein Refu-gium hat, um große und neue Cigarren in genaueren Augenschein zu nehmen, die aus einem der besten Tabakanbaugebiete der Welt stammen: aus der Dominikanischen Republik.


Arturo Fuente Hemingway
Short Story


Ashton Virgin Sun Grown
TrÉs Mystique

Avo
XO Preludio
v
Baron Ullmann
Torpedo Gran Reserva
b
Bossner
Rolando Robusto
b
Davidoff
Aniversario № 3
b
La Aurora
Preferidos Corojo Gold
b
Macanudo CafÉ
Diplomat
Highlight Media UG (haftungsbeschränkt) | Franklinstr. 14 | 10587 Berlin
Tel.: +49 (30) 886 75 585 | Fax: +49 (30) 886 75 586 | Email: info@cigarclan.de