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Endlich 18!
The Glenlivet, 18 Years
Single Malt Scotch Whisky (43 % Vol.)

›The Glenlivet‹ begleitet die Whisky-Cigarren-Quadrologie seit der ersten Verkostung und hat sich meistens als sehr cigarrenfreundlich erwiesen.
Der einzige Whisky, der das »The« im Namen trug, war angeblich der erste Whisky, mit dem auf die Annäherung der Schotten und Engländer nach den dunkelsten Zeiten der Besatzung Anfang des 19. Jahrhunderts angestoßen wurde. Welchen Alters dieser historische Tropfen war, bleibt in den Annalen der Geschichte verborgen.
Der ›Glenlivet 18 Years‹ wird in amerikanischer Weißeiche gelagert und schimmert tiefgolden, leicht rötlich angehaucht im Glas, duftet nach feuchtem Heidegras, Rosinen und Holz. Am Gaumen kräftig, malzig und rauchig, mit leicht süßlichem Sherrytouch. Sein saftiger, voller und sehr ausgewogener Körper spricht Bände, dazu kommt ein langer, kräftiger, öliger Nachhall.
Wie schon seine jüngeren Brüder stellte sich der achtzehnjährige ›The Glenlivet‹ als Cigarrenfreund dar, der sowohl milde als auch würzige Pretiosen gut begleitet.
Chivas Regal 18 Years
Blended Scotch Whisky
(40 % Vol.)

Seit 1988 ist bei ›Chivas Regal‹ der bekannte Masterblender Colin Scott am Werk, 1997 präsentierte er seinen Achtzehnjährigen, der seitdem das Image dieser Marke deutlich stärkt. Von allen Whiskyspezialisten wurde er mit Bestnoten ausgezeichnet und ist definitiv ein Whisky, der den Blends weltweit helfen wird, aus dem Schatten der Single Malts zu treten.
Tiefes Gold mit Bernsteinanmutungen, in der Nase sehr komplex, Trockenobst, Süßholz, leicht weihnachtlich mit einem torfigen Touch.
Der Whisky bereitet den Gaumen durch diesen vollen Duft vor und enttäuscht ihn mit basisch-kräftigem Körper und feinen eleganten Blüten- und Honignoten, leicht herbstlich-rauchig, in keiner Weise. Ein sanfter, langer Nachhall rundet ab und macht diesen runden Blend gerade zu milden Cigarren sehr harmonisch.
Johnnie Walker Gold Label 18 Years
Blended Scotch Whisky
(40 % Vol.)

Auch diese, aus der Whiskywelt nicht wegzudenkende Erfolgsgeschichte begann, wie so viele, in einem schottischen Gemischtwarenladen in Kilmarnock. John Walker verschnitt mehrere recht unharmonische Brände und erzielte so deutlich wohlschmeckendere Blends. Seit dem letzten Relaunch geht der »Striding Man« mit Hut und Stock, das Wahrzeichen der wohl in Deutschland bekanntesten Whiskymarke, nach rechts. Vorher, wie um die Bühne zu verlassen, nach links. Mit dem ›Gold Label‹ hat ›Johnnie Walker‹ eine Qualität auf dem Markt, die das Bild von Massenmarkt und vor allem das furchtbare Lied aus den Köpfen verschwinden lässt.
Nomen est Omen: Klar und golden präsentiert der Whisky sich im Glas. Heidehonig und Blumen vereinen sich im Duft mit einer schwachen lebendigen Holznote. Am Gaumen ein sehr harmonisches, rundes Gesamtbild: Süße und Blumen treffen auf feines Leder und Toffee. Der Körper ist weich und mild, fast weinig. Im langen Nachhall überzeugen wieder die Süße und die Blumigkeit.
Dewar’s 18 Years
Blended Scotch Whisky
(40 % Vol.)

Auch diese Marke begleitet das auf vier Stationen angelegte Tasting von Beginn an. Nebenbei ist ›Dewar’s‹ der Scotch Whisky mit den meisten internationalen Auszeichnungen für überragende Qualität. Über 140 Auszeichnungen bestätigen die außergewöhnliche Qualität und den Geschmack.
Vor allem die Goldmedaille des ›Whisky Magazines‹ im »best of the best« kürt ihn zum besten Blendet Whisky der Welt – zumindest ohne eine begleitende Cigarre.
Goldener Bernstein schimmert elegant im Glas, er riecht vor allem süß und nach milden Aromen von Butterscotch, gerösteten Mandeln und Marzipan, dazu ein wenig feine Vanille. Der erste Eindruck am Gaumen ist überraschend trocken, wird aber bald verdrängt von einer sanften, weichen Süße und einem anhaltend cremigen, satten Gefühl.
Der Körper ist cremig, satt und voll, das Finish lang und warm mit einer anhaltend sanften Trockenheit.
601
Green Tronco

Format: Robusto
Länge: 127 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Nicaragua
Umblatt: Nicaragua
Einlage: Nicaragua
Stärke: 4
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise:
D: € 6,95
CH: Auf Anfrage
Eine Weltpremiere war die Verkostung dieser großartigen Whiskys mit einen Cigarre, die hoffentlich aus der Cigarrenwelt nicht mehr wegzudenken sein wird: die ›601‹. Es handelt sich um eine auch weltweit sehr junge Marke von Eric Espinoza und Eddie Ortega. Auf der Suche nach der richtigen Cigarrenmanufaktur wurden sie am ersten Juni 2006 bei Don Peppin Garcia in Nicaragua fündig. Die amerikanische Datumsschreibweise 6/01 steht Pate für den ungewöhnlichen Namen.
Die ›Green Tronco‹ ist die jüngste Edition in der ›601 Serie‹. Sie wurde von Don Peppin Garcia selbst kreiert und ist mit Abstand die wohl stärkste Cigarre aus der Familie.
Es war auch die stärkste Cigarre im Tasting. Ein öliges, leicht geädertes, sehr dunkles Deckblatt und der deutlich von Ammoniak geprägte, würzige Duft.
Der kalte Zug fällt milder aus als der Duft! Angezündet bleibt die ›Tronco‹ zunächst unerwartet verhalten und wenig nachhallend.
Zug und Rauchentwicklung sind für das große Ringmaß typisch großzügig und der Abbrand schön gerade. Die Asche sitzt fest und ist recht hell, mit dunklen Einschlüssen. ›Die Tronco‹ entwickelt sich recht typisch für eine junge kräftig-dunkle nicaraguanische Cigarre und trotzdem hat sie einen deutlich eigenen Charakter. Das erste Drittel nimmt dem Raucher den Respekt vor der animalisch duftenden Neuheit, spätestens im zweiten Drittel schließt man bittersüße Freundschaft, die lange halten darf und im Finale kann der Raucher zeigen, wie verliebt er ist. Eine tolle Cigarre, die Freunde vielschichtigen Genusses nicht versäumen sollten.
Davidoff
Special ›R

Format: Robusto
Länge: 124 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Connecticut Shade
Umblatt: Dominikanische Republik
Einlage: Dominikanische Republik
Stärke: 3
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise:
D: € 14,20 / 14,80 AT
CH: sfr 17,50
Die einzige Cigarre, die in diesem Tasting nicht als echte ›Puro‹ durchgeht, hat ein wunderbar feines, edles Connecticut-Shade-Deckblatt, und wenn die Einlage unter Kennern auch als etwas kräftigere ›Davidoff‹ gewertet wird, ist die ›R‹ auf jeden Fall eine archetypische Dominikanerin und die mildeste Cigarre im Tasting. Alle Cigarren aus der Special-Serie der Marke mit dem weißen Cigarrenring sind etwas kräftiger als die anderen Serien im hellen Deckblatt. Für fortgeschrittene Freunde der leisen Töne genau die richtige Wahl.
Auffallend ist, neben der sehr guten Verarbeitung, vor allem die Leichtigkeit, mit der diese Cigarre in der Hand liegt. Wertigkeit und exzellenter Rohstoff pur.
Die Cigarre riecht nach Herbstlaub und süßem Milchkaffee, eine sehr angenehme Mischung. Der kalte Zug hingegen, fällt etwas mehr in Richtung Wald und Unterholz aus, auch charmant. Brennend entwickelt sich schnell ein eleganter, am Gaumen schlanker, raffinierter Rauch, leicht nussig und sehr klassisch.
Der Abbrand ist genau wie der Zug supertypisch perfekt und hinterlässt eine hellgraue Asche mit der Konsistenz von Zuckerwatte.
Für Fans von ausdrucksstarken Cigarren beginnt mit dem Anfang des zweiten Drittels das Vergnügen, die zarten Töne machen schon früher sanft Eindruck, spätestens ab der Hälfte der Rauchdauer hat die ›Robusto‹ aus der Special-Serie von ›Davidoff‹ nicht nur Charakter, sondern auch Tiefgang. Im Finale ein großes, vielschichtiges Vergnügen für Genussraucher. Begeisterungswürdig die Vielfalt an Getränken, mit der man die ›R‹ außer Whisky noch begleiten kann.
H. Upmann
Magnum 50

Format: Magnum 50
Länge: 160 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Kuba
Umblatt: Kuba
Einlage: Kuba
Stärke: 3
Rauchdauer: ca. 1 Std.
Einzelpreise:
D: € 12,50
CH: sfr 15,00
Die „extended version“ der herkömmlichen und sehr beliebten ›Magnum 46‹ aus dem Hause ›H. Upmann‹ war schon 2005 als ›Edition Limitada‹ (vergleichen Sie auch S. 16 - 19 in dieser Ausgabe) sehr erfolgreich. Seit kurzer Zeit wieder auf dem deutschen Markt, mit eigenem zweiten Cigarrenring schon optisch ein Augenschmaus, ist sie aus den Regalen der ›Casa del Habanos‹ und der ›Habanos Specialists‹ nicht mehr wegzudenken.
Das Deckblatt ist markentypisch eher hell, sehr schön gemasert und gleichmäßig verarbeitet.
Der Duft dieser jungen Cigarre ist noch leicht von der Fermentierung geprägt, die Kopfnote allerdings lieblich frisch und grasig. Der kalte Zug ist weich und heuig. Angezündet bleibt die Raumnote der Cigarre verhalten und wenig präsent, am Gaumen überzeugen die ersten Züge durch feine caramellige Süße und cremige Nussigkeit. Im Nachhall feine Honigtöne und verspielte Bitterkeit. Die größte Cigarre des Tastings lebt vom Ringmaß und der sehr guten Verarbeitung. Das zeigt sich in perfektem Abbrand, sehr gutem Zugverhalten und einer wunderschönen Temperaturentwicklung, die neben einer sehr schönen Asche auch sehr greifbare Aromen produziert.
Der Rauch bleibt nussig und belebend frisch, fruchtige Nuancen und Ledertöne ziehen sich durch den ganzen Rauchverlauf. Dazu kommt die typisch cubanische salzige Lippe. Ab der Hälfte kommt raffiniert leichte Schärfe auf, die dem Gesamtbild sehr gut steht.
Zu dieser faszinierend guten Cigarre passt außer Whisky auch alles, was leichte Süße transportiert.
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