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Toskanische Rotweine zwischen Klassik und Moderne
LAPHROAIG, 25 YEARS
ISLAY SINGLE MALT SCOTCH WHISKY
(40 % VOL.)

Laphroaig muss wahrscheinlich polarisieren, dieses Mal war die Frage nicht um Torf oder Nicht-Torf gestellt, sondern ob der typische Islay Geschmack noch identisch par excellence, kräftig nach Façon oder erkennbar genug sei.
Mit einer rauchig-würzigen Grundnote, gepaart mit ewigem Nachhall von Torf, Jod und Salz und einer faszinierend langen Süße ist dieser Whisky nicht der urtümliche Laphroaig, aber ein sehr guter, begreifbarer neuer Vertreter.
Der neue 25-jährige Laphroaig präsentiert sich massiv allgemein-angenehmer als die bekannten 10- oder 15-jährigen Varianten, aber genau dafür kann Alter stehen. Voller Körper und langer, trockener Nachhall.
Absolute Erstverkostung mit Cigarren!!!
Oft volle Punktzahl.
THE GLENLIVET 21 YEARS
SINGLE MALT SCOTCH WHISKY
(40 % VOL.)

Die ewige Präsenz in der Quadrologie, The Glenlivet, ist auch im hohen Alter keinesfalls zu unterschätzen. Er riecht nach Holz und frischen Kirschen, die ehernen Whiskynoten anfangs eingebunden und fast verspielt, danach wieder präsent und rough.
Grandiose goldgelbe Farbe in der Herbstsonne, öliger Körper und langer Nachhall von fast orientalischem Charme, dafür aber jung und lebendig. Wieso, ich denke, es ist ein sehr Alter?
Viel Frucht und Malz tauchen im Nachhall bei rundem, nicht zu schwerem Körper auf.
CHIVAS REGAL ROYAL SALUTE
BLENDED MALT SCOTCH WHISKY
(40 % VOL.)

Großer Auftritt im königsblauen Gewand... so far so good.
Im Tasting tauchte Skepsis gegenüber dem meistverkauften Top-Premium Whisky auf, gepaart mit Vorurteilen und – trotz allem – jeder Menge Respekt.
Kupfergoldene Farbe im Glas und eine vornehm verhaltene Nase etwas rosinenhaft und leicht erdig. Eine leicht ledrig rauchige Sherrysüße auf der Zunge schmeichelt, während der Nachhall schnell verjüngt wirkt. Der Körper mittelkräftig und elegant.
ABERFELDY 21 YEARS
SINGLE HIGHLAND MALT SCOTCH WHISKY
(40 % VOL.)

Hellkupfern im Glas, goldig und fast verspielt. Wird zu einem Teil in alten Olorosofässern angebaut. Früh floral, voll und angenehm würzig in der Nase mit Heide und Honig, nimmt sich dieser Whisky die diplomatische Note, auffällig gut und unauffällig typisch zu sein. Zwischen sattem Butterscotch und 1000 reifen Orangen, Riesling Auslese, vielschichtig und very, very scotch... Voller Körper und süßer langer Nachhall.
Ein fleißiges Eichhörnchen, das seinen geschmacklichen Bunker nicht vergessen hat.
DEWAR´S SIGNATURE
BLENDED SCOTCH WHISKY
(43 % VOL.)

Immer wieder Dewar´s, Gott sei Dank! In der Top-Assemblage dieses großartigen Whiskyhauses findet sich unter anderem ein 41-jähriger Brand.
Masterblender Tom Aitken lässt den fertigen Blend im »Marrying Process« noch einige Zeit weiterreifen. Dunkler Bernstein im Glas, riecht fruchtig und mild, Noten von Sultaninen, rassigem Wein. Anklänge von Äpfeln, Honig, Vanille und Buttertoffee. Leder, Eiche und Berghonig am Gaumen und ein fulminanter warmer, trockener Nachhall.
JOHNNIE WALKER BLUE LABEL
BLENDED SCOTCH WHISKY
(40 % VOL.)

Der teuerste und wertige unter den Johnnie Walkers wird nach einem streng geheimen Rezept von Mr. Walker geblendet.
Hell schimmernder Bernstein im Glas und Sherry in der Nase – Oloroso, Getreide und Eichenholz. Am Gaumen passen Gewürznoten sehr gut zu reifer Pflaume und Holztönen. Erkennbare Familientypik. Mittellanger Nachhall, der, geprägt von leicht rauchiger Würze, dem mittelkräftigen Körper entspricht. Insgesamt fast überraschend schlank und sehr elegant.
Carlos ToraÑo V-Linie
Maestro

Format: Churchill
Länge: 178 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Nicaragua Sun Grown
Umblatt: Honduras
Einlage: Nicaragua, Honduras, Panama
Stärke: 3 ½
Rauchdauer: ca. 1 ½ Std.
Einzelpreise:
D: € 11,-
CH: auf Anfrage
Ein europäischer Namensrechtsstreit hat der V-Linie zu ihrem archaischen Namen verholfen, unnötigerweise, juristisch und sensorisch gesehen, ist sie geschmacklich doch eher ausdrucksstark und virtuos, wenn auch insgesamt kräftig. Die V-Linie wurde im Jahre 2006 zum 90-jährigen Bestehen der Tabaktradition in der Familie Toraño aufgelegt. Tiefdunkle Sun-Grown-Deckblätter, satt und ölig, ein reines haptisches Fest und ein würzig-reststalliger Geruch prägen den ersten Eindruck, den der Raucher erfährt, daneben fällt die sehr wertige Verarbeitung auf.
Im Wettstreit die deutlich günstigste Cigarre, muss sich die Maestro von Anfang an nicht verstecken. Das große Ringmaß, welches die ganze Serie prägt, bringt schnell die nötige Temperatur und packt frühe pfeffrige Schärfe in eine schöne, volle Gesamtsensorik ein. Soweit der Beginn des ersten Drittels.
Dann kommt kurz Langeweile auf, Erwartungshaltung oder Whiskyinput?
Das Zugverhalten und der sehr gute Abbrand halten die vorgegebene Klasse, die Asche fällt gezielt, und ihre Farbe mag polarisieren, grau ist grau ist grau ist grau... und bleibt in diesem Fall auch graugraugrau.
Viel auffälliger ist, dass nach dem ersten Abaschen die Cigarre eher angenehmer als komplizierter zu rauchen ist, Stimmung und Elan kommen auf. Im Rauchverlauf bemerkenswert ausgewogen, männlich und farbanalog lakritzig, findet sie sicher viele Freunde im fassgereiften Metier und lässt sich lange, lange rauchen. Und immer wieder.
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Laphroaig 25 Years
Wunderbar wehrlos: Die Cigarre dominiert sogar diesen komplexen Whisky mit den auffälligen Aromen. Er wehrt sich nicht, ordnet sich unter, integriert sich mit feiner Süße. So soll es sein.
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The Glenlivet 21 Years
Rund und gut: Hier entsteht eine Einheit aus Kraft und Frucht und Würze. Harmonisch, vor allem im Nachhall. |
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Aberfeldy 21 Years
Fast gleichauf: Der sehr harmonische Whisky kann nicht ganz mit der Cigarre mithalten, verliert anfangs ein wenig an Eleganz. Mit dem warmen Rauch wieder schöner. |
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Chivas Regal Royal Salute
Mühsam: Die beiden gehen nicht gerne zusammen aus, mit viel Anstrengung kann aber ein lustiger Abend daraus werden... |
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Johnnie Walker Blue Label
Sehr schade: Die Cigarre kommt nicht durch, der Whisky ist zu komplex und dicht. Dieses Scheitern fällt vor allem am fehlenden Nachhall auf. Einfach etwas anderes bestellen. |
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Dewar´s Signature
Wunderbar willkürlich: Dieser besonders runde, saftige Superblend packt die Cigarre in seine Komplexität ein und lässt sie nach Belieben großzügig aufblitzen. Whiskyfreunde haben noch mehr Spaß als Cigarrenfans. |
Trinidad
Robusto Extra

Format: Robusto Extra
Länge: 155 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Kuba
Umblatt: Kuba
Einlage: Kuba
Stärke: 3
Rauchdauer: ca. 1 ¼ Std.
Einzelpreise:
D: € 18,-
CH: sfr 28,-
Bei der Marke Trinidad zeigt sich, wie wichtig Ringmaß und Länge einer Cigarre wirklich sind. Markentypisch und erkennbar sind die verschiedenen Formate alle. Geschmacklich präsentieren sie sich deutlich unterschiedlich: die Fundadores elegant und würzig, die Reyes und die etwas längere Coloniales cremig und ausgewogen und die Robusto Extra großzügig und fulminant.
Sehr schöne Deckblätter, Kubatypisch in ihrer Textur und farblich klassisch Colorado, toll verarbeitet und sehr wertig in ihrer Erscheinung. Kalt duftet die Trinidad nach trockenem Herbstwald, der kalte Zug ist sehr eindrucksvoll pilzig. Die ersten Züge schon breit und schnell vollmundig, aber man vermutet noch ein, zwei Schritte der Entwicklung, zu Recht.
Ein fantastisches Brandverhalten bei fast allen Exemplaren, teilweise zwingt zu guter Zug den Raucher zur Disziplin. Fast gerader Abbrand und bröselige schwarz-weiß-schwarze Asche bestätigen die Kubanische Herkunft.
Im Rauchverlauf vergehen die Pilze und der Wald und das Aroma wird eher nussig und holzig, warm und weich. Kurz vor dem Ablegen ein weiterer Höhepunkt, wenn sich leicht weihnachtliche Stimmung einstellt und neben dunkler Frucht und Schokolade auch deutliche Würze und gesteigerte Kraft zu bemerken ist. Eine grandiose Cigarre zu Portwein und Co, fast allen Rums und Brandys und natürlich zu vielen Whiskys. Nicht nur für Kubafanatiker eine gute Stunde großes Gaumenkino.
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Laphroaig 25 Years
Kommt nicht an: Hier finden zwei nicht zusammen, gemeinsam kann man sie nicht genießen. Sie lassen sich trotzdem aber den Platz, zusammen den Abend zu begleiten.
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The Glenlivet 21 Years
Pepp und pepper: Der Glenlivet mischt die Cigarre auf, holt sie aus der Balance ohne ihr zu schaden. Meditativ ist etwas anderes, trotzdem schön. |
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Aberfeldy 21 Years
Eingenebelt: Die innere Harmonie des Whiskys leidet ein wenig unter der Präsenz der Cigarre, vor allem in der 2. Hälfte nicht ganz überzeugend. |
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Chivas Regal Royal Salute
Wechselspiel: Gerade am Anfang eine schöne Kombination, aber auch dieser Whisky kann im weiteren Rauchverlauf nicht mithalten. |
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Johnnie Walker Blue Label
Wechselspiel: Gerade am Anfang eine schöne Kombination, aber auch dieser Whisky kann im weiteren Rauchverlauf nicht mithalten.. |
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Dewar´s Signature
Wechselspiel: Gerade am Anfang eine schöne Kombination, aber auch dieser Whisky kann im weiteren Rauchverlauf nicht mithalten. |
Winston Churchill
Blenheim

Format: Churchill
Länge: 178 mm
Ringmaß: 48 (19,1 mm)
Deckblatt: Ecuador
Umblatt: Dominikanische Republik
Einlage: Nicaragua, Dom. Rep., Peru
Stärke: 2 ½
Rauchdauer: ca. 1 ½ Std.
Einzelpreise:
D: € 22,-
CH: sfr 28,-
Besser spät als nie, lange war die neue Cigarre nur als »Erlkönig« in den Medien unterwegs und in den USA und der Schweiz zu haben. Jetzt steht sie den deutschen Rauchern zum stolzen Preis und in sehr edler Erscheinung frei zum Genuss. Für dieses Tasting kam natürlich nur die Churchill der Churchill in Frage, benannt nach Blenheim Palace, dem Geburtsort von Sir Winston Churchill.
Das absolut ebenmäßige Deckblatt erscheint glatt und fein und ein wenig sandig, die Verarbeitung ist erwartungsgemäß perfekt. Saftiges ansprechendes dunkles Colorado. Der Duft ist erdig mit einem Touch von Würze, weniger süß, eher ehrlich. Der kalte Zug fein, dezent, eher grasig.
Angezündet bleibt die Blenheim zunächst sehr leicht, ein wenig Zedernholz und helle Tabaknoten. Der Zug ist angenehm offen mit einem guten Widerstand und geradem Abbrand. Die Asche bildet schnell einen geraden Kegel, der in sich zwar stabil ist, aber schnell fällt. Danach erscheint der Zug etwas leichter und die Cigarre produziert mehr Rauch.
Nachdem die Cigarre ihre Betriebstemperatur erreicht hat, beginnt eine sehr stringente Steigerung, der Rauch wird voller und transportiert immer mehr Aromen, die zwar schon zu Beginn da waren, aber im Rauchverlauf immer auffälliger werden. Süße kommt spät auf, eher auf der caramelligen Seite, Schärfe und Bitternoten lassen sehr lange auf sich warten. Eine sehr gute Cigarre, die es wert ist, ihr zuzuhören und viel Platz für Begleiter lässt, Rotwein und Weißwein, fruchtige Cocktails mit und ohne Alkohol und ganz bestimmt Whisky!
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Laphroaig 25 Years
Wegweisend: Auch dieser Cigarre zeigt der volle Islay mit starker Hand wo es langgeht. Nicht ganz so schön wie schon gesehen, aber empfehlenswert.
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The Glenlivet 21 Years
Kämpferisch: Die Beiden reiben sich aneinander, Schärfe und Misstöne entstehen von Beginn an. Erst ganz zum Ende hin erträglich.. |
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Aberfeldy 21 Years
Schwer und ölig: Legt sich der Aberfeldy mit seiner ganzen Schönheit über die Cigarre, die sich hingibt und eher passiv begleitend, aber passend mitmacht. |
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Chivas Regal Royal Salute
Samtig: Mild und mild gesellt sich gern, muß aber nicht immer die perfekte Kombination sein. Eher für sanftäugige Genießer. |
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Johnnie Walker Blue Label
Entfernt verwandt: Die beiden verhalten sich recht ähnlich, doppeln sich und passen deshalb auch nicht sehr aufregend zusammen. Nicht schlimm, aber es gibt besseres. |
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Dewar´s Signature
Save: Der Signature rettet das Gesicht der Blends in diesem Durchgang, indem er die Cigarre wieder ganz hervorragend begleitet und trotzdem sehr beständig und solitär bleibt. |
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