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Neues von den Gutskomplizen

2008 Scheurebe Qba Trocken
Weingut Zur Schwane, Franken

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Das Revival der Bouquetrebsorten steht sowieso bevor. Nach Sauvignon Blanc und Müller-Thurgau sind Bacchus und Scheurebe die nächsten, die zeigen werden, was sie können. Hellgelb, apfelfrisch und sommerlich aromatisch präsentiert sich dieser frische und mit 11,5 % recht leichte Weißwein mit der blumig-aromatischen Nase. Lang anhaltende Mineralik und minimale Süße am Gaumen versprechen ohne Cigarren einen großartigen Aperitif oder Vorspeisenbegleiter. Wenn Cigarren mit im Spiel sind, am besten die, die auch eine nette Schärfe auspacken, die der Wein wieder löschen kann.

2007 Volkacher Ratsherr,
Silvaner Großes Gewächs

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Weingut Zur Schwane, Franken
Volkach ist die Heimat des fränkischen Silvaners und die Lage Ratsherr ist weit über die Grenzen der deutschen Weinfreunde hinaus bekannt. Als Großes Gewächs trocken in Spätlesequalität ausgebaut ist dieser Wein großes deutsches Weinkino und dementsprechend auch lagerfähig. Voller aromatischer Duft, der heimische und exotische Früchte vereint, am Gaumen regieren Schmelz, Dichte und Struktur. Ohne Cigarren sollte er mit 14,5 % pointiert im Menü eingesetzt werden, feinwürzige (cubanische) Cigarren freuen sich ebenso über diese Begleitung.

2007 Chardonnay Hades
Weingut Sonnenhof, Württemberg

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Everybody’s Darling, dieser Duktus hängt dem Chardonnay nach, wichtig sind Sonne und ein Gespür des Winzers, diese internationale Rebsorte nicht zu überladen oder zu überfordern. Im schönen Vaihingen ist dies mal wieder geglückt, Erfahrung im Barriqueausbau hat man dort als langjähriges Mitglied der Hades-Gruppe und im Barrique-Forum. Goldgelb und voller cremiger Vanilletöne, die sich wiederum von knackigen Zitrusnoten Erfrischung holen, ist dieser Chardonnay stabil und schmeckt jetzt und in einigen Jahren. Als Speisebegleiter oder solitär sehr eindrucksvoll braucht er, wenn es um Cigarren geht, einen stabilen, würzigen Begleiter, der mit den Aromen mithalten kann.


2004 Pinot Noir Barrique
Gut Nägelsförst, Baden

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Spätburgunder mit seiner kirschfruchtigen Lebendigkeit und eher femininen Eleganz gehört in Deutschland zum Besten, was an Rotwein erzeugt wird, das Burgund lässt grüßen. Dieser nicht überzogen im Eichenholz ausgebaute Pinot Noir mit Fülle und langem Nachhall vom Gut Nägelsförst in der Nähe von Baden-Baden hat eine leicht rauchige Nase und eine schöne Frucht. Er bleibt lange samtig am Gaumen und wirkt reif und versonnen. Im Restaurant ergänzt er Wildgeflügel ebenso gut wie eine leichte (dominikanische) Cigarre in der Smoker´s Lounge.

2005 Cruvision Barrique
Gut Nägelsförst, Baden

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Ist der Pinot Noir vom Gut Nägelsförst der Burgunder, so steht die Cruvision, die ebenfalls im Holzfass ausgebaut ist, für internationale Cuvées mit Kraft und breiten Schultern. Die Nase und auch der Geschmack sind geprägt von herzhaften Kakao-, Vanille- und Röstaromen und geben diesem Wein Ausdruck und Präsenz. Die Tannine sind schon recht gut eingebunden, er erinnert mit seiner rauchigen Note ein wenig an südafrikanischen Pinotage. Sein Talent als Begleiter packt dieser Wein beim Steak vom Grill ebenso aus wie sein Standing als solitäres Vergnügen zu zweit beim Rendezvous. Dunkle Cigarren mit leichter Süße und reifem Tabak passen gut dazu.

2007 Häfnerhaslacher
Heiligenberg, Schwarzriesling Halbtrocken Weingut Sonnenhof, Württemberg

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Ein halbtrockener Rotwein aus der Schwarzrieslingtraube aus der – dann heißt sie Pinot Meunier – auch regelmäßig Champagner gemacht wird, ist per se schon interessant, erstens weil selten, zweitens weil in diesem Falle Cigarren ja immer nach Süße verlangen. Tiefe süße Kirscharomatik in der Nase, beerig und mild am Gaumen mit langem Nachhall und vernünftiger Restsüße. Nach dem Chardonnay ein weiterer Top-Wein vom Weingut Sonnenhof, hier beweist man professionellen Umgang mit internationalen und heimischen Reben. Als Speisebegleiter und Cigarrenfreund zu bodenständigen nicaraguanischen oder cubanischen Cigarren sehr zu empfehlen.


DAVIDOFF 3000
Dominikanische Republik

Format: Slim Corona
Länge: 178 mm
Ringmaß: 33 (13,1 mm)
Deckblatt: Connecticut Shade
Umblatt: Dominikanische Republik
Einlage: Dominikanische Republik
Stärke: 2
Aroma: 2
Rauchdauer: ca. 1 Std.
Einzelpreise: D: € 12,00 CH: sfr 14,50

Die dünnste und laut Hersteller leichteste Cigarre aus der Serie Mille ist nicht nur ein sehr elegantes Stück für Aficionadas, sondern, vor allem für Weinfreunde unter den Cigarrengenießern, ein sensorisches Schmuckstück, tagsüber oder als erste Cigarre des Abends. Das klassische cubanische Format Ninfas ist nicht mehr weit verbreitet, der schlanke Rauch, der, ohne den Mundraum zu opulent zu füllen, direkt am Gaumen und auf der Zunge landet, lässt andere Aromenträger bestens zu. Also Wein- und Cigarrenfreunde, Mut zur Schlankheit! Das schöne Connecticut-Shade-Deckblatt schmeichelt der langen Cigarre, die verhalten nach Zedernholz und hellem Tabak duftet. Zwar scheint der kalte Zug ein wenig staubig zu sein, angezündet ist die 3000 recht schnell auf der richtigen Temperatur gelandet und überzeugt durch cremigen, leicht floralen, wenig würzigen Rauch.
Der Zug ist einwandfrei, der Abbrand schnurgerade und unkompliziert.
Die Asche des kompakten Kegels, der für das schlanke Format sehr lange auf der Glut besteht, ist hell und weich.
Komplexität lässt bis zum Ende des ersten Drittels auf sich warten, mehrdimensionale sensorische Eindrücke bis zur Hälfte des Rauchverlaufs.
In dieser Phase fühlt sich der eingeschworene Raucher noch etwas alleine. Nach der Hälfte erfolgt eine, immer noch harmonisch eingeleitete Steigerung, noch ein paar Züge später erfüllt die Cigarre jeden Wunsch nach mildem Tabakgenuss.

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2008 Scheurebe Qba Trocken

Später noch schöner. Anfangs stehen die beiden parallel, erst wenn die 3000 ein wenig mehr Schärfe auspackt, funktioniert die erfrischende Fruchtigkeit der Scheurebe.
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2007 Volkacher Ratsherr,

Silvaner Großes Gewächs
Sehr harmonisch. Der Silvaner, der sonst nach kräftigeren Cigarren ruft, findet hier schon früh einen sehr harmonischen Begleiter. Wunderbar!
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2007 Chardonnay Hades
Fruchtsüße Übernahme. Gerade Süße hat die 3000 kaum im Geschmacksbild, da hilft der Chardonnay, auch wenn er das Regiment übernimmt.
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2004 Pinot Noir Barrique

Quod erat demonstrandum. Der erneute Beweis, dass leichte Rotweine und milde Cigarren sehr gut harmonieren können. Der Pinot bringt eine tolle Würze ins Spiel.
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2005 Cruvision Barrique
Too much. Der Wein buttert die Cigarre leider unter, die Kombination tut nie weh, dafür ist der Wein zu samtig, aber er dominiert sehr.
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2007 Häfnerhaslacher
Schwarzriesling Halbtrocken
Süßer Support. Auch dieser Wein schenkt der Cigarre Süße und verstärkt das Gesamterlebnis, gerade im Finale schön.




ROCKY PATEL SUN GROWN CORONA
Honduras


Format: Corona
Länge: 138 mm
Ringmaß: 40 (15,9 mm)
Deckblatt: Ecuador Sun Grown
Umblatt: Nicaragua
Einlage: Nicaragua,
Dominikanische Republik
Stärke: 2
Aroma: 3
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise: D: € 5,00 CH: sfr 6,50

Als Gott die dunklen Deckblätter erfunden hat, waren Rocky Patel und seine Vegueros ganz vorne dabei, als er das Wissen weitergegeben hat. Sun Grown – nomen est omen – und fünf Jahre gereift, was will man mehr? Dunkles, aber nicht unwirklich anmutendes Maduro und eine sehr feine Textur.
Zwar befindet sich kein einziges honduranisches Blatt in diese Cigarre, aber in der Tabakwelt ist das ja erlaubt. Der Winzer wundert sich über diese mittelamerikanische Nonchalance, aber hier zählt das Ergebnis, nicht Herkunftsbezeichnung oder andere Regularien.
Die ersten Züge sind noch verhalten, dann packt die Cigarre analog zu den verwendeten Bestandteilen ihre nicaraguanische Typizität aus. Dunkle, teilweise bittersüße, herbe Aromen, die den Gaumen ausfüllen, auch beim relativ schlanken Coronaformat. Noch im ersten Drittel eine merkliche Steigerung. Ordentliche Würze und mehr schokoladig-süße Tiefe kommt auf. Die Cigarre zieht hervorragend mit schönem Widerstand, brennt konstant und gerade ab, ohne auch nur einmal auszugehen, auch bei härtester Verkostungsarbeit. Die Asche ist mittelgrau und leicht gewellt, hält recht lange und ist in sich bröselig und zerfällt. Ab der Hälfte des Rauchverlaufs keine sensorischen Quantensprünge mehr, ist bei vorhandenem Geschmacksbild auch nicht nötig. Die Corona bleibt lange stabil und füllt eine schöne Dreiviertelstunde Wein- und Cigarrengenuss voll aus.


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2008 Scheurebe Qba Trocken

Playboy Rocky. Die Cigarre spielt schön mit dem erfrischenden, blumigen Weißwein. Die beiden harmonieren, die Cigarre gibt den Ton an.
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2007 Volkacher Ratsherr,

Bitternotenalarm. Leider doppeln sich hier oft die Bitternoten, entweder den Wein noch ein paar Jahre lagern oder eine andere Cigarre wählen.

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2007 Chardonnay Hades
Geschwisterliebe. Die beiden vertragen sich gut, so gut, dass sie sich manchmal neutralisieren. Friedlich und freundlich, aber der feurige Sex fehlt ein wenig.
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2004 Pinot Noir Barrique

Überrumpelt. Eigentlich eine sehr nette Kombination, manchmal geht die Cigarre etwas wüst mit dem feinen Wein um.
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2005 Cruvision Barrique
Wilde Kerle. Die Kombination für hartgesottene, tanninliebende Rotwein- und Cigarrenliebhaber der ersten Stunde!!!!!
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2007 Häfnerhaslacher
Wieder Klasse! Fast so schön wie mit reifem Portwein, aber halb so teuer und lange nicht so viel Alkohol.




VEGUEROS
ESPECIALES NO. 1
Cuba (September 2006)

Format: Laguito No. 1
Länge: 192 mm
Ringmaß: 38 (15,1 mm)
Deckblatt: Cuba
Umblatt: Cuba
Einlage: Cuba
Stärke: 4
Aroma: 4
Rauchdauer: ca. 1 ¼ Std.
Einzelpreise: D: € 9,50 CH: sfr 12,80

Cuba für Cubaliebhaber! Oft als Bauerncigarre verschmäht und leider selten erwähnt, wenn es um bekannte cubanische Marken geht. Dabei ist der Geschmack der Cigarren aus der erst 1996 gelaunchten und nur vier Formate zählenden Marke urtypisch und genau so, wie viele Aficionados cubanischen Cigarrengeschmack beschreiben. Das hier verkos­tete Format Laguito No. 1 gibt es nicht umsonst nur in den berühmtesten Marken Cohiba, Montecristo und Trinidad. Und um die Preise geht es hier nicht...
Die Cigarre mutet urtümlich an, das Deckblatt etwas stumpf und überlappt sogar leicht. Der Cigarrenring wirkt recht günstig und fast fahrig angebracht. Die Cigarre duftet intensiv nach Stall und ehrlichem Tabak. Angezündet in drei Sekunden sensorisch von 0 auf 100. Volle Aromenvielfalt ohne Anlaufschwierigkeiten, und, um es kurz zu machen, da verändert sich nicht mehr viel. Die Cigarre wird voller und stärker, aber sie ändert ihr Geschmacksbild kaum. Gut so, denn dieser typisch cubanische Geschmack ist Gold wert.
Zug und Abbrand sind bei fast allen Exemplaren einwandfrei, alle sind rauchbar. Die schöne, formattypische Asche mit den leicht versetzten Ringen ist schwarzgrau gemasert und hält recht lange auf der Glut.
Die Stärkeentwicklung hält nach der Hälfte inne und die Cigarre lässt sich länger als die meisten langen schlanken Cigarren rauchen. Immer wieder ein Erlebnis, ob mit Rum, Whisk(e)y, Cognac oder deutschem Wein. .

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2008 Scheurebe Qba Trocken

Salz auf der Haut. Der Wein erfrischt die herbe, kräftige Genusssituation und hinterlässt eine leicht salzige Note auf der Lippe. Fresh!

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2007 Volkacher Ratsherr,

Balance. Schmelz und Struktur tragen sogar diese kräftige Cubanerin auf Händen. Das schlanke Format ist wichtig!

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2007 Chardonnay Hades
Rock ’n’ Roll. Ein schöner Tanz, den die beiden aufführen, manchmal etwas hektisch. Anfangs ist der Wein sogar ein wenig zu mächtig.
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2004 Pinot Noir Barrique

Auf und ab. Die Würze und die Lebendigkeit passen sehr schön, die Bitternoten sind präsent, das muss man mögen, sonst eine tolle Kombination.
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2005 Cruvision Barrique
Heftig. Die reifen Tabaknoten stehen dem kräftigen Rotwein gut. So viele Tannine muss man aber vertragen können. Kombination für Jungs mit Lederhüten.
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2007 Häfnerhaslacher
Wie gewünscht. Die beiden kombinieren ganz hervorragend. Die Süße und die Beerigkeit machen es wieder aus. Die erdigen cubanischen Töne brauchen diese Streicheleinheit.

 

 
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