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Aus Mais, Roggen & Co oder Whiskey, wie Whisky mit »e«

KNOB CREEK
KENTUCKY STRAIGHT BOURBON WHISKEY, 50 % VOL
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Der Whiskey aus der Jim-Beam-Destille ist benannt nach dem Ort, in dem der Sklaven befreiende Präsident Abraham »Abe« Lincoln seine Jugend verbrachte. Als der Vater das Land verkaufte, wurde er angeblich zu einem Teil in Whiskey bezahlt. Dieser neun Jahre alte Whiskey mit dem hohen Alkoholanteil von 50 % Vol. schimmert kupferfarben im Glas und riecht nach Gebäck und Nüssen, Getreide und herbstlichem Holz. Der Geschmack ist würzig, fast rassig und doch von süßem Karamell und Fruchtigkeit geprägt. Ein intensiver, aber eher kurz-knackiger Nachhall mit breitem Aromenspiel und viel Stoff runden das Geschmackserlebnis ab.

MAKER´S MARK
KENTUCKY STRAIGHT BOURBON WHISKY, 45 % VOL.
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Die kleine Destillerie Maker´s Mark besteht seit 1889 und befindet sich noch immer im Besitz der Gründerfamilie Samuels. Neben dem mit 70 % recht hohen Maisanteil wird für den Maker´s Mark hauptsächlich Weizen verwendet.
Der Whisky, der sich originellerweise wieder ohne »e« schreibt, liegt hellbraun mit leicht orangem Touch im Glas. Der Geruch erinnert an Honig und Holz, der erste Eindruck ist recht alkoholisch und intensiv. Am Gaumen rau, fast kantig breitet er sich schnell aus und verhallt sehr lange, fast überraschend ausgewogen und süßlich, von Trockenfruchtaromen geprägt.

JACK DANIEL’S SINGLE BARREL
TENNESSEE WHISKEY, 45 % VOL.
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Der einzige der Whiskeys in der Runde, der nicht aus Kentucky kommt, hat den bekanntesten Namen und ist ein Tennessee aus der Jack-Daniel’s-Familie. Als Single Barrel wird er per Hand jeweils immer nur aus einem Fass abgefüllt, die Flaschen sind jeweils mit der Nummer des Fasses versehen, aus dem sie stammen.
Der Whiskey liegt tiefgolden, bräunlich im Glas, die Nase ist weniger opulent als die seiner Kollegen aus Kentucky, feine Gewürznoten und Früchte, kaum alkoholisch. Der Geschmack erinnert an Karamell und Vanille, aber auch an Tabak, Leder und Holz. Sehr ausgewogen und elegant. Der Nachhall ist lang und weich und sehr angenehm voll, süßlich bis zuletzt.

ELIJAH CRAIG
KENTUCKY STRAIGHT BOURBON WHISKEY, 47 % VOL.
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Elijah Craig 12 Years Old Kentucky Straight Bourbon Whiskey ist ein ganz besonderer Bourbon, nach altem, traditionellem Rezept von der Heaven Hill Distillery in Bardstown, Kentucky, hergestellt und nur in limitierter Menge erhältlich. Seine 12 Jahre Lagerung in Fässern aus amerikanischer Steineiche und der Alkoholanteil von immerhin 47 % Vol. ergänzen sich auf der Basis eines hohen Maisanteils in der Maische prächtig. Tiefer, braun-goldener Glanz im Glas und ein Duft nach Leder und Holz, aber auch Orangen, Trockenfrüchte und Blüten. Am Gaumen passieren tiefe Süße, Vanille, Karamell und Gewürze. Sein sanfter, langer weicher Nachhall macht diesen Brand zum Favoriten in der Verkostungsrunde ohne Cigarren.




601 GREEN CORONA
Nicaragua

Format: Corona
Länge: 127 mm
Ringmaß: 43 (17,1 mm)
Deckblatt: Nicaragua Habano Oscuro
Umblatt: Nicaragua
Einlage: Nicaragua
Stärke: 3
Aroma: 3
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise: D: € 5,40 CH: n.V.

Ein Puro aus Nicaragua mit sehr schönem Habano-Oscuro-Deckblatt, der viel kräftiger auftritt, als er final wirkt, kein Blender, eher ein Gentleman. Ein schöner Auftritt in der 40er Holzkiste und eine sehr durchgängig gleiche Optik der einzelnen Exemplare runden die Vorfreude ab.
Die Cigarre verströmt einen vollen, männlichen Duft, der kalte Zug ist würzig, satt und sehr überzeugend. Die ersten Züge nach dem Anzünden halten schon ein, was die kalte Cigarre versprach. Schnell präsente Aromen, gute Temperaturentwicklung und ein volles Geschmacksbild. Zug und Abbrand sind unkompliziert, man kann sich auf die begleitenden Getränke und das Rauchvergnügen konzentrieren. Ein schöner grauer Aschekegel krönt die Glut und ist lange haltbar und stabil.
Die Geschmacksentwicklung ist recht stringent und harmonisch, eine vernünftige Steigerung in Aroma und Kraft eingeschlossen. Die Aromen sind dunkel, männlich und von Bittersüße und Würze geprägt. Trotzdem bleibt diese vollmundige Cigarre leicht zu rauchen, ohne zu belasten oder zu sehr zu betören.
Das Rauchvergnügen geht bis hinter den Cigarrenring, das intensive Finale lässt sich mit vielen Begleitern feiern.

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Maker´s Mark
Pingpong. Weniger ein ausgewogenes miteinander als ein aufregendes Hin und Her. Trotzdem zu empfehlen. Ein Glas Wasser kann in der Nähe stehen.
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Knob Creek
Viel zu viel. Die Cigarre lebt von ihrer ausgewogenen Kraft. So viel Alkohol tut ihr nicht gut.
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Elijah Craig
Maisfeld im Herbst. Herbstlich waldige Stimmung am Gaumen, Süße trifft auf dunkle Aromatik. Sehr schön und rund, fast melancholisch.
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Jack Daniel´s Single Barrel
Coole Cowboys. Erdige Aromenvielfalt mit handfester Begleitung, burschikos, aber nicht plump im Zusammenspiel.




JUAN LOPEZ
SELECCIÓN NO. 2
Cuba (Oktober 2006


Format: Robusto
Länge: 124 mm
Ringmaß: 50 (19,8 mm)
Deckblatt: Cuba
Umblatt: Cuba
Einlage: Cuba
Stärke: 3
Aroma: 3
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise: D: € 7,50 CH: sfr 12,00
Eine der weniger bekannten, aber deshalb nicht zu vernachlässigenden Robustos aus der Cuba-Familie. Immer wieder gerne im Zusammenhang mit Spirituosen verkostet, bringt diese Cigarre eigene Kraft und Typizität, lässt aber gerade ehrliche Begleiter gerne zu.
Ein Deckblatt von Seltenheitswert und eine großartige Verarbeitung lassen den Aficionado schon vor dem Abschneiden aufmerksam werden, dazu der typische Duft nach Leder, Erde und Holz. Vorfreude vom Allerfeinsten.
Der kalte Zug zeigt das jugendliche Alter an, allerdings auch eine auf jeden Fall schon rauchbare Cigarre. Zug und Abbrand sind problemlos und der Zugwiderstand gut bis sehr gut. Die Aromatik bleibt von den ersten Zügen bis fast zur Hälfte stabil mit leichter Steigerung, Unterholz, leichte Bitternoten, gepaart mit schokoladigen Anklängen und leichter Schärfe. Die Asche ist grau gemasert, stabil und fast gerade, wie der weitere Abbrand auch. Als die Asche das erste Mal fällt, setzt die erste Steigerung ein. Nach der Hälfte der bekannte Quantensprung der kurzen Formate. Power kommt auf, die leichte Schärfe wird zu Pfeffer. Insgesamt bleibt aber das Geschmacksbild konstant, nur intensiver. Im Finale kann es an der Lippe heiß werden, so weit lässt die Selección No. 2 sich rauchen. Viele Begleiter und vor allem Cuba-Liebhaber haben viel Spaß mit dieser Robusto.

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Maker´s Mark
Abgeschliffene Kanten. Die Cigarre entlockt dem Whiskey noch mehr Süße, rundet ihn ab und macht ihn weicher. Schöne Kombination.

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Knob Creek
Herbal Essence. Auch hier steht der Alkohol im Weg, die Kombination wirkt medizinisch herb. Für ganz raue Gesellen geht das Erfrischende ganz gut.
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Elijah Craig
Recht opulent. Hier stoßen zwei aufeinander, die sich gut vertragen, aber in ihrer Wucht fast zu wenig Platz zur Entfaltung lassen, könnte noch besser sein!

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Jack Daniel´s Single Barrel
Zeig, was du kannst. Der Gentleman zeigt Zähne... die Cubanerin bringt ihn zu mehr Würze und Kraft. Schönes erotisches Gerangel.




LAURA CHAVIN
PUR SANG II
Dominikanische Republik

Format: Corona
Länge: 140 mm
Ringmaß: 43 (17,1 mm)
Deckblatt: Connecticut Shade
Umblatt: Mexiko
Einlage: Dominikanische Republik Olor, Piloto Cubano
Stärke: 2
Aroma: 3
Rauchdauer: ca. ¾ Std.
Einzelpreise: D: € 16,00 CH: sfr 25,00

Feinwürzig ist das Zauberwort, gerade wenn es um kräftige burschikose Begleiter geht, zu viele heftige, gedoppelte Prüfungen bestehen wenige Paare. Und feinwürzig passt auf die Linie Pur Sang aus dem Hause Laura Chavin, gerade auf die schlankeren Formate. Das distinguierte Cigarrenschloss in Hochdorf mit seinem weltgewandten Hausherrn wirft seinen Schatten voraus.
Ein sehr schönes, offensichtlich gereiftes Connecticut-Shade-Deckblatt passt zu dieser Erwartungshaltung, übertrifft sie sogar. Die Cigarre duftet nach feinem Tabak, Zedernholz und einer Stimmung, die schon einmal da war. Der kalte Zug bereitet den Gaumen auf ein sensorisches Erlebnis vor.
Der erste Zug ist staubig, so ist das in der Dominikanischen Republik nun mal meistens, ein Schluck Bourbon hilft. Danach kommt in der Tat Stimmung auf, daran ist nicht der Bourbon schuld, das macht die Cigarre alleine. Zugwiderstand, Abbrand, Form und Farbe der Asche sind einwandfrei, alles andere würde bei dem Preis eine Stampede am Tisch auslösen, schließlich sind wir unter Cowboys, obwohl – Django zahlt heute ja nicht... Die Pur Sang II legt eine beispielhafte stringente Steigerung hin, bei der höchs­tens kurz vor dem – sehr schönen – Finale ein paar sensorische Ausbrecher zu bemängeln sind, ansonsten treffen herbstliche Töne und saftige Röstaromen sehr schön aufeinander, sonst oft störende dominikanische Säurespiele bleiben aus und der auffallend dichte und aromatisch komplexe Rauch landet zielsicher am Gaumen. Das Finale findet ohne Cigarrenring statt, alles andere wäre Verschwendung.
Eine Cigarre, die ihren Moment findet, wenn der Raucher sensorisch offen ist und Spaß daran hat, auf die Suche nach Begleitern zu gehen, wenn nötig bis nach Tennessee.

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Maker´s Mark
Abgeschliffen. Die feinwürzige Pur Sang II schleift so richtig die Ecken und Kanten raus. Aus dem Burschen wird ein Schmeichler.

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Knob Creek
Sofort eingreifen. Hey Mister... lassen Sie die Lady in Ruhe!
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Elijah Craig
Röstaromen. Die Cigarre bekommt mehr Tiefe, der süßlich markante Whiskey mehr Eleganz. Winnercouple!

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Jack Daniel´s Single Barrel
Und alles wird gut. Schon anfangs und im Mittelteil gut, zum Ende hin definitiv ein Erlebnis!






ZINO PLATINUM SCEPTER SERIES PUDGE SHORT ROBUSTO
Dominikanische Republik
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Format: Short Robusto
Länge: 102 mm
Ringmaß: 48 (19,1 mm)
Deckblatt: Ecuador Connecticut Shade
Umblatt: USA Connecticut Shade
Einlage: Peru, Dominikanische Republik
Stärke: 2
Aroma: 3
Rauchdauer: ca. ½ Std.
Einzelpreise: D: € 7,20 CH: sfr 9,70

Lasst uns Pachamama für den Tabak danken, für alle Sorten und ganz im Besonderen für den peruanischen, der in immer mehr Einlagemischungen zur Geltung kommt.
Die Serie Zino Platinum Scepter zeigt, dass Cigarren in sehr aufwendig ausgestatteten Dosen zu einem vernünftigen Preis auch sehr schmackhaft sein können. Aus dem Aluminium und dem Zellophan befreit, fängt die verkürzte Robusto an, olfaktorisch aufzublühen. Sie riecht leicht nach Herbst und schwüler Luft und passt schon ganz gut zu den Whiskeys... Der kalte Zug hat malzige Grundnoten, sonst ist er nicht ganz so aussagekräftig wie der Duft der Cigarre.
Der erste Zug ist nicht ganz frei von den trockenen Aromen, allerdings kommt die Pudge bald aus der Reserve. Das Ringmaß und der gute Zug garantieren viel Rauch, der schnell auspackt, was er kann, wenn die Temperatur stimmt.
Auch der Abbrand und die Aschebildung sind vorbildlich, alles gut, alles fest, alles grau und in Ordnung. Das Ende des ersten Drittels im Rauchverlauf ist der Moment, in dem die Cigarre real beginnt zu überzeugen und von da an hat der Raucher das Vergnügen gepachtet. Die malzige Note bleibt bestehen und bleibt sicher langfristig Geschmackssache, für den Moment und gerade mit intensiven Begleitern passt sie sehr gut ins Bild. Die Cigarre kippt nicht, sie bleibt geradlinig und ausdrucksstark bis zum Schluss, dass der opulente Cigarrenring weg muss, ist klar. Sommercigarre mit Hang zum saftigen Begleiter, auch geeignet, draußen geraucht zu werden.

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Maker´s Mark
Kastriert. Die Pudge nimmt dem Whisky seine männlich ursprüngliche Note und hinterlässt ein Häuflein Elend. Leider!


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Knob Creek
Domestiziert. Bye-bye wilde Note, auch hier unterliegt der ungestüme Whiskey der Cigarre.

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Elijah Craig
Animiert. Der süßlich vollmundige Whiskey dockt vollkommen an, wirkt lebendiger und nuancenreicher.


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Jack Daniel´s Single Barrel
Changiert. Der Eleganteste unter den Dalton-Brüdern lässt sich diese Schmeichelei gefallen und packt seinerseits aus. was er hat.

 
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