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Automobiles ... aufgerollt
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2,4-Tonner mit Suchtpotential
BMW X6 M


Auf geht’s zur Auto-Präsentation, ganz weit weg von hier, über den großen Teich nach Amerika. In der Südstaatenmetropole Atlanta, Hauptstadt des US-Bundesstaates Georgia, zeigt BMW sein neuestes Power-Baby: den X6 M. Ein Auto, das sehr gut in die USA passt. Bei uns wird der 4,88 Meter lange und 2,4 Tonnen schwere Allradler, den BMW Sports Activity Vehicle (SAV) nennt, um ihn von den gemeinen SUV (Sport Utility Vehicle) abzuheben, eher als zu groß, zu offensiv empfunden. Aber im Land der Automobile und speziell in Georgia mit der großen Weite der Baumwollfelder und Pfirsichplantagen ist er eher ein Zeichen für die neue amerikanische Bescheidenheit. Denn trotz seines großen Achtzylinders mit satten 555 PS will der X6 M nur rund elf Liter Super auf 100 Highway-Kilometer süffeln. Und das Fahrvergnügen mit dem 2,4-Tonner ist auch sehr groß. Die beiden Turbolader liefern das maximale Drehmoment von 680 Newtonmetern schon ab 1500 Umdrehungen pro Minute. So hängt der große Brummer am Gas wie ein brachialer Sportwagen.
Äußerst sportiv sind da auch die Leistungsdaten: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h erreicht, allerdings elektronisch abgeregelt. Nach dem Okay der BMW M GmbH können maximal 275 km/h erreicht werden. Jetzt muss der stärkste X6 beweisen, was er wirklich kann. Denn es geht auf den örtlichen Road Atlanta Racetrack, eine permanente Rennstrecke bei Braselton, 80 Kilometer nordöstlich von Atlanta gelegen. Auf einer Länge von 4 088 Kilometern umfasst der Kurs zwölf Kurven. Und die haben es in sich. Hier werden Fahrwerk, Reifen und Bremsen auf’s Härteste geprüft. Normalerweise fahren hier die Boliden des Panoz-Rennstalls, der besonders in der American Le Mans Series aktiv ist. Und in der Tat, wie von BMW versprochen, fahren wir hier kein fettes Monstrum mit Doppelturbo, sondern einen relativ leichtfüßigen Allradler. Perfekt liegt er in der heftigsten Querbeschleunigung auf dem flimmernden Asphalt. Fast ohne Seitenneigung. Auch die Verschleißteile halten die ersten sieben Runden locker aus. Jetzt wird die M-Taste gedrückt, die elektronischen Helferlein haben Pause und ich kann den X6 M mit herrlichen Drifts um die Rennstrecke zirkeln. Natürlich handgeschaltet, mit den Paddels am Lenkrad. Das könnte ich den ganzen Tag machen, danach könnte ich süchtig werden! Erwähnenswert ist hier noch das praktische Head-up-Display. So kann ich mit Blick nach vorn Geschwindigkeit, Gang und Drehzahl ablesen.
Zum Abkühlen cruise ich mit meinem Berliner Kollegen Stefan zur nächsten Mall. Ein gigantisches Einkaufszentrum, das in dieser Woche glücklicherweise mit Sonderangeboten nur so um sich schmeißt. So kommen zahlreiche Einkaufstüten von Ralph Lauren, Saks Fifth Avenue, Burberry, Gap & Co. in den großen Kofferraum, der 570 bis 1 450 Liter (bei umgeklappter Rücksitzbank) fasst. Auch die exklusive Lederausstattung, die sportlichen Karbon-Verkleidungen, die klassisch schönen Rundinstrumente und die vier bequemen Ledersitze mit gutem Seitenhalt begeistern. Der Basispreis liegt bei 108 500 €.

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Das Kombi-Coupé
Audi A5 Sportback


Audi hat sich für die Präsentation des neuen A5 Sportback wieder einen ganz besonders hübschen Ort herausgesucht: das Castel Monastero. Idyllisch gelegen, da wo für viele deutsche Urlaubsreisende Italien am schönsten ist: in der Toskana, zwischen Siena und Arezzo. Das ehemalige Kloster wurde gerade erst zu einer luxuriösen Hotelanlage ausgebaut. Audi durfte zur Vorstellung des Kombi-Coupés die ersten Gäste in die Gemäuer aus dem 11. Jahrhundert einladen. Und die waren voller Begeisterung, nicht nur wegen der traumhaften Kulisse aus bunten Kornfeldern, Chianti-Weinstöcken oder den ewig langen Baumreihen mit Toskana-Zypressen und Säulenwacholder.
Aber im Mittelpunkt stand natürlich Audis neues Wunderauto. Der fünftürige Sportback mit dem langen, fließend gestalteten Heck bringt das Beste aus verschiedenen Fahrzeugwelten zusammen: Er ist emotional und elegant wie ein Coupé, komfortabel wie eine Limousine und praktisch wie ein Avant. Nach dem Coupé und dem Cabriolet ist der Sportback das dritte Mitglied der A5-Modellfamilie. Und auch hier ist der erste Eindruck einfach nur WOOOW. Die Coupé-Optik (der Sportback ist nur 1,39 Meter hoch) gefällt, die große Kombi-Heckklappe auch. Hinzu kommen die vier Türen à la Limousine. So etwas gab es bis jetzt noch nicht. Klar, es gibt den Mercedes CLS und den VW Passat CC, aber die haben keine Kombi-Klappe. Und hinten stößt man sich bei den beiden gern mal den Kopf. Nicht so im neuesten Audi. Hier ist das Platzangebot für Passagiere und Gepäck groß. In den Kofferraum passen auch ohne umgeklappte Rücksitzbank 480 Liter Gepäck. Verzichtet man auf die maximal drei Mitfahrer im Fond, vergrößert sich das Gepäckvolumen hinter Fahrer- und Beifahrersitz sogar auf 980 Liter.
Auch in Sachen Umweltverträglichkeit ist der A5 Sportback vorbildlich. Rekuperation, das Batterieladen in Schub- und Bremsphasen, ist hier serienmäßig. Ebenso wie das Start-Stopp-System, das beim Halt an der Ampel den Motor abschaltet und durch Lösen der Bremse in Millisekunden wieder startet. Die Preise beginnen beim A5 Sportback bei 33 650 €. Dafür gibt’s den 2-Liter-TFSI mit 180 PS und handgeschaltetem Sechsganggetriebe. Das reicht für den Standard-Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 233 km/h. Schön niedrig ist hier der Verbrauch: Im Drittelmix sind es nur 6,5 Liter Super auf 100 Kilometer. Wer es lieber etwas schneller mag, sollte zum 3,2-Liter FSI quattro greifen. Der hat 265 allradgetriebene PS und das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic. Hier liegt der Grundpreis bei 47 000 €.

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Sparsamer Schwede
Volvo V50


Der schwedische Automobilhersteller Volvo setzt seine Umwelt­offensive fort: Zum Modelljahr 2010 bietet der skandinavische Automobilhersteller zehn besonders ökonomische Dieselmodelle mit DRIVe Technologie an. Sieben dieser Fahrzeuge markieren den jeweiligen Bestwert ihrer Klasse in puncto CO2-Ausstoß. Zudem tragen auch die FlexiFuel- und MultiFuel-Modelle von Volvo das DRIVe Emblem. Damit bietet Volvo nicht vereinzelte limitierte Sondermodelle an, sondern über die gesamte Fahrzeugpalette eine der attraktivsten Flotten betont ökonomischer und umweltschonender Modelle im Premiumsegment. Darüber hinaus wird bei drei Modellen das vorbildliche Emissionsverhalten durch den Einsatz des R-Design-Pakets optisch unterstützt.
Zu den besonders sparsamen Modellen gehört der Familien-Kombi V50. Gerade hier kann sich das System sehen lassen, denn die weiterentwickelte DRIVe Technologie verbraucht mit einem 1,6-Liter-Dieselmotor (Reihenvierzylinder, 1560 Kubikzentimeter Hubraum, maximales Drehmoment: 240 Newtonmeter) mit 109 PS (80 kW) im Durchschnitt nur noch 3,9 Liter auf 100 Kilometer. Integriert sind das Start-Stopp-System und eine Bremsenergierückgewinnung. Neben der Sparsamkeit macht der 4,52 Meter lange Volvo V50 Kombi auch in Sachen Komfort viel Spaß. Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine und das Anti-Lift-and-Dive-System schonen bei der ganzen Familie den Rücken. Auch das Platzangebot für die maximal fünf Passagiere ist gut. Der große Kofferraum ist variabel und lässt sich dank der umklappbaren Rücksitzbank von 417 auf 1307 Liter vergrößern. Und wer es außen etwas sportlicher mag, greift zum oben erwähnten R-Design-Paket mit Spoilern und Schwellern. Die Fahrleistungen können sich trotz der Umweltverträglichkeit sehen lassen: In 11,5 Sekunden geht es mit der Familienkutsche auf 100 km/h (mit dem serienmäßig verbauten, manuellen Fünfganggetriebe). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 Sachen. Der Volvo V50 1.6D DRIVe Start/Stopp (104 g/km CO2-Emission) mit 109 PS kostet ab 25 890 €, ohne Start-Stopp (119 g/km CO2-Emission) ab 25 540 €.

TEXT: FALK VON RIED

 
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